«Weihrauch Stechlaub Räuchle»
Appenzell. Weihnachtsstimmung kommt hierzulande erst auf, wenn blaue Weihrauchwölklein durchs ganze Haus ziehen und überall einen herrlichen Duft verbreiten.
Im Dorf Appenzell gehen die Ministranten mit Rauchfass und Schiffli von Haus zu Haus. Auf dem Land wird noch vielerorts mit der Räuchlipfanne gräuchled. In eine alte Pfanne gibt man nebst Glut aus dem Ofen und Weihrauch auch geweihte Palmstüdeli hinzu. Mit der rauchenden Pfanne wird dann am Heiligabend, am Altjahrabend und da und dort auch am Vorabend von Dreikönig Haus und Stall gräuchled.
Der kommende Mittwochabend, 19. Dezember, um 20 Uhr, ist im Museum Appenzell ganz dem Räuchle gewidmet, das in einer ähnlichen Form nur noch im Bregenzerwald und in Teilen des Tirols ausgeübt wird. In einer offenen Gesprächsrunde unterhält sich Roland Inauen mit den drei Weihrauch- und Räuchli-Experten Pfarrer Stephan Guggenbühl, Alfred Wild, Apotheker, und Mesmer Sepp Fuster. In die Diskussionsrunde eingeflochten werden aktuelle Filmsequenzen zum Räuchle von Andreas Baumberger und Thomas Karrer.
Zum Abschluss hat Sepp Fuster einen Riechparcours in und um die nahe Pfarrkirche vorbereitet, auf dem verschiedene Weihrauchsorten und -qualitäten «degustiert» werden können.
Vor und nach der Begleitveranstaltung kann die Ausstellung Chläusele Chlause Chlausezüüg besichtigt werden. Türöffnung ist um 19 Uhr. Es gilt der Eintritt ins Museum.



























