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Weihnachten: Eldorado für Trickdiebe?

AR. Manch einem mag in der Weihnachtszeit die gute Laune rasch vergehen. Taschendiebe haben die besinnliche Zeit längst für sich entdeckt.

Farbiges Geschenkpapier, duftende Leckereien, fröhliche Menschen. Nichts scheint die kommende Weihnachtszeit zu trüben. Wären da nicht die Taschendiebe, die in der Adventszeit Hochkonjunktur feiern. Nicht so aber im Appenzellerland.

Gelegenheit macht Diebe
Oft geht es schneller als einem lieb ist. Ein kurzes Gedränge in der Menschenmenge und weg ist die Geldbörse. Was überhaupt geschehen ist, merkt das Opfer oft erst zu Hause – dann wenn es bereits zu spät ist. Dies macht die Situation noch schwieriger, da nach dieser Zeit der Täter kaum mehr ausfindig gemacht werden kann.

Von einem Taschendiebstahl spricht man, wenn einer Person etwas gestohlen wird, was sie auf dem Körper trägt.

400 Taschendiebstähle im Jahr
Ob die Vorfälle genau auf die Weihnachtszeit zunehmen, kann die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden jedoch nicht bestätigen. «Uns ist nicht bekannt, dass sich die Diebstähle in der Weihnachtszeit häufen», so Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Krüsi weiter: «Städte, dort wo sich grosse Menschenmengen befinden, haben damit ein deutlich ein grösseres Risiko.»

Die Zahlen aus den Städten unterstreichen die Befürchtungen. Die Kantonspolizei St.Gallen verzeichnete im letzten Jahr 400 Taschendiebstähle. Dennoch kann auch hier kein weihnächtlicher Trend festgestellt werden. «Da wir die Diebstähle nicht nach Saison auflisten, können wir diesen Trend nicht bestätigen», so Hans Eggenberger, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Eggenberger weiter: «Doch die Menschenmassen in dieser Zeit sind ein Eldorado für Trickdiebe.»

«Das geht wie der Blitz»
Einzeltäter sowohl als auch Gruppentäter treiben in Menschenmengen ihr Unwesen. Professionelle Diebe arbeiten nie alleine, sie bewegen sich mehrheitlich in Gruppen. Oft beklaut einer das Opfer während ihm der Komplize die Beute sofort abnimmt. «Das geht wie der Blitz», so Eggenberger.

Hingegen gibt es kein typisches Opferbild. Betroffen sind alle. «Ob es nun die Tasche im Einkaufswägeli ist oder eben der Rucksack im Zug – Taschendiebe machen da keinen Unterschied», erklärt Krüsi.

Einfache Beute für Trickdiebe
Nicht selten wird es den Dieben auch zu einfach gemacht, wenn zum Beispiel am Einkaufswagen die offene Tasche mit der Geldbörse darin hängt. «Sorglosigkeit und Unvernunft laden Taschendiebe regelrecht dazu ein, etwas zu stehlen», sagt Eggenberger mit Nachdruck. Krüsi von der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden ist gleicher Meinung.

Daher rät die Kantonspolizei eindringlich, keine grossen Geldbeträge mit sich zu führen und die Geldbörse unsichtbar und eng anliegend am Körper zu tragen.

Alle Jahre wieder…

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 05.12.2007 - 17:27:00