Wechsel im Spitex-Vorstand
Herisau. Die Wahl von Gaby Wetter-Steinmann als neues Vorstandsmitglied und die Verabschiedung von Solveig Züst standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Spitex Herisau.
Der Jahresbericht und die dank Beiträgen von Kanton und Gemeinde positiv abschliessende Jahresrechnung 2007 wurden gutgeheissen.
Zur Hauptversammlung der Spitex Herisau konnte Präsident Thomas Bruppacher am Mittwochabend in der Aula der Sekundarschule 111 der über 1500 Mitglieder begrüssen. Nach der diskussionslosen Erledigung der ordentlichen Traktanden und einem Auftritt des musikalisch-humoristischen Duos «Pia und Sepp» fand die Hauptversammlung traditionell mit einem Apéro und einem Kuchenbuffet ihren Abschluss.
Abschied und Neuwahl
Während zehn Jahren war Solveig Züst im Spitex-Vorstand für organisatorische Belange, den EDV-Support und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Präsident Thomas Bruppacher würdigte die Arbeit der Demissionärin und erwähnte ganz besonders, dass Solveig Züst nicht nur gute Ideen gehabt, sondern diese jeweils auch mit grossem Einsatz umgesetzt habe. Der Spitex-Präsident dankte dem abtretenden Vorstandsmitglied für die geleistete Arbeit. Solveig Züst ihrerseits blickte in Stichworten auf ihre Tätigkeit zurück und betonte, dass ehrenamtliche Arbeit persönlich sehr bereichernd sei. Auf Vorschlag des Vorstands wurde Gaby Wetter-Steinmann einstimmig als Nachfolgerin von Solveig Züst gewählt. Sie wird die Aufgabenbereiche ihrer Vorgängerin übernehmen.
Mehr Einsatzstunden geleistet
Die Mitarbeitenden der Spitex Herisau leisteten im vergangenen Jahr 16 702 Einsatzstunden, das sind rund 750 Stunden mehr als im Jahre 2006. In 53 Prozent der geleisteten Einsatzstunden wurden kassenpflichtige Leistungen erbracht und bei gut zwei Dritteln der Kunden waren pflegerische und hauswirtschaftliche Leistungen gefragt. Wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht, ist die Zahl der Kunden von 325 auf 299 zurückgegangen, 72 Prozent sind über 65 und 45 Prozent über 80 Jahre alt. In seinen Ergänzungen zum Jahresbericht wies Thomas Bruppacher daraufhin, dass neue Arbeitseinsätze oft wenig planbar seien und darum von den Mitarbeitenden hohe Flexibilität gefordert werde. Den aus der Versammlung erhobenen Wunsch, Spitex-Dienstleistungen in Zukunft bis um 22 Uhr anzubieten, nahm der Präsident zur Prüfung entgegen.
In Zusammenarbeit mit Vorstand und Mitarbeitenden hat Spitexleiterin Cornelia Kühnis Aussagen zur Unternehmenskultur in der Spitex Herisau erarbeitet. Wichtigstes Standbein, so wird im Jahresbericht ausgeführt, seien gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden, weil das Arbeitsklima Voraussetzung für gute Leistungen sei. Als zweites Standbein wird die Kundenorientierung erwähnt, «wir begegnen Kundinnen und Kunden positiv und ohne Vorurteile, sie stehen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit». Und schliesslich seien bedarfsgerechte und konstante Dienstleistungen wichtig für die tägliche Arbeit der Spitex.
Ausgeglichene Rechnung
Die von Kassier Walter Strässle erläuterte Rechnung 2007 schliesst bei einem Aufwand von 1,28 Mio. Franken mit einem Defizit von 114 000 Franken ab; dank Kantons- und Gemeindebeiträgen von insgesamt 163 000 Franken resultiert in der Gesamtrechnung jedoch ein Ertragsüberschuss von 49 000 Franken. Das Budget für das laufende Jahr rechnet bei einem leicht höheren Gesamtaufwand mit einem positiven Abschluss, wobei dieser allerdings nur dank finanzieller Unterstützung durch die öffentliche Hand möglich ist. Walter Strässle dankte allen, welche die Spitex als Mitglieder, mit Spenden oder mit einem Gönnerbeitrag unterstützen.
Angebot punktuell ausgebaut¨
Zu Beginn der Versammlung hatte Thomas Bruppacher mit Blick auf das neue kantonale Gesundheitsgesetz erwähnt, dass die Gemeinden für die Sicherstellung der spitalexternen Kranken- und Gesundheitspflege zuständig seien. Der Kanton lasse den Gemeinden dabei grossen unternehmerischen Spielraum, beschränkten sich die gesetzlichen Vorschriften doch auf das Wesentliche.
Die Spitex Herisau habe ihre Dienstleistungen bisher bewusst nur punktuell ausgebaut, sagte Thomas Bruppacher und wies auf die Sterbebegleitung und die Palliativstiftung Herisau hin. Zudem sei das Team gezielt mit zusätzlichen Pflegefachfrauen ergänzt worden, welche über eine praktische Erfahrung in der Psychiatrie verfügten, um Bedarfsabklärungen und Einsätze in der psychiatrischen und gerontopsychiatrischen Pflege durchführen zu können. Klar ist für den Herisauer Spitexpräsidenten, dass das Angebot immer wieder diskutiert und neu überprüft werden müsse, allerdings dürften dabei allfällige finanzielle Konsequenzen nicht ausser Acht gelassen werden.



























