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Wasserversorgung: 79 Prozent Eigenproduktion

Heiden. Die 122. Generalversammlung der Wasserversorgung Heiden zeigte eine 79-prozentige Eigenversorgung bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 135 pro Einwohner und Tag auf.

In der Kontrollstelle folgte Kurt Sonderegger auf Hermann Angele. Ernst Schmid unterstrich an der kürzlich im Hotel Park durchgeführten ordentlichen Generalversammlung der Wasserversorgung Heiden, dass die Qualität von Trinkwasser für die Herstellung von Lebensmitteln ausserordentlich wichtig sei. Als mittelgrosse Wasserversorgung überwache der Wasserwart die Qualität in regelmässigen Zeitabständen, alle 51 Proben ergaben auf Bakterien und chemische Stoffe untersucht keinerlei Beanstandungen. Ein sehr gutes Zeugnis erhielt die Wasserversorgung Heiden durch eine gemeinsame Inspektion von Kantonschemiker und Lebensmittelinspektor mit deren Originalkommentar: ‚Die Wasserversorgung wird professionell geführt und macht insgesamt einen sehr guten Eindruck.‘“ Der Präsident fuhr vor: „Dank unserer guten finanziellen Situation konnten wir die meisten unsere Anlagen sanieren und technische Voraussetzungen für die hohen Qualitätsanforderungen schaffen. Die Überwachung, Pflege und Wartung wird durch Paul Niederer hervorragend ausgeführt.“

Mehrertrag aus Quellwasser
Aufgrund der Quellsanierungen der letzten Jahre sowie vermehrtem Niederschlag steigerte die Wasserversorgung ihre Eigenproduktion im vergangenen Jahr von 69,1 auf 79,1 Prozent. Der grösste Mehrertrag mit sechs Prozent wurde beim Quellwasser erreicht. Seit Herbst 2007 wurde im Gebiet Hechlensteg mit Quellsanierungen begonnen. Die Sanierungsarbeiten in einem sogenannten lebendigen Erdreich erforderten von den Mitarbeitenden besondere Fähigkeiten und Sorgfalt. Dank der Fassungen sind hundert Jahre nach Fertigstellung der 2. Ausbaustufe des Reservoirs Brunnen mit einer Vergrösserung des Fassungsvermögens um zweitausend Kubikmeter alle 17 Quellfassungen komplett saniert. Die geschätzten Aufwendungen betrug dabei rund 800‘0000 Franken, aufgeteilt auf zwei Jahre. Für Erneuerungen im Leitungsbau und Quellsanierungen investierte die Wasserversorgung Heiden im Jahre 2007 747‘417 Franken. Erneuert wurden dabei 728 Laufmeter Hauptleitungen beim Carl-Böckliweg, im Grund, in der mittleren Täschenstrasse, beim Blumenweg und der Werdstrasse.

Investitionen und Sanierungen
In den Jahren 2008/2009 sind Erneuerungen bei der Badstrasse, Brunnhaldenstrasse, Bahnhofstrasse und Asylstrase vorgesehen. Daraus ergeben sich Aufwendungen in der Gesamthöhe von rund 830‘000 Franken. Für die in den Jahren 2009/2010 vorgesehene Sanierung des Reservoirs Stapfen 1, das die Bezüger der unteren Zone versorgt, empfahl die Verwaltung eine gebundene Rückstellung von 200‘000 Franken. Die Versammlung folgte den Anträgen der Verwaltung mit Ernst Schmid, Kurt Rechsteiner, Heinrich Eggenberger, Josua Bötschi, Bruno Hüttenmoser, Helmut Kobelt und Gemeinderatsvertreter M. Hilber, nahm die gebundene Rückstellung an, den Verlust in der Betriebsrechnung 2007 mit 10‘184 Franken zur Kenntnis und den Vorschlag, den Saldos von 47‘574 Franken auf neue Rechnung vorzutragen ebenso an. Für den langjährigen Ersatzmann der Kontrollstelle, Hermann Angele, wählte die Versammlung neu Kurt Sonderegger. Max Inauen und Roman Kern wurden in der Kontrollstehle bestätigt. Wasserwart ist auch in seinem 26. Arbeitsjahr mit vollem Einsatz, hoher Professionalität und viel Herzblut Paul Niederer.

Beeindruckende Zahlen
Der Wasserbezug betrug im vergangenen Jahr 203‘211 Quell- und 136‘483 Kubikmeter Grundwasser sowie infolge guter Quellwasserfassung nur gerade 90‘292 Kubikmeter Seewasser. Damit betrug die durchschnittliche Selbstversorgung hohe 79,6 Prozent bei einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von 1004 Kubikmeter. Industrie, Hotel und Spital wiesen einen Jahresverbrauch von 166‘910 Kubikmeter auf. An Oberegg wurden 1‘406 und an Rehetobel 25‘676 Kubikmeter Wasser abgegeben. Die Dorfbrunnen benötigten 505 Kubikmeter Wasser, für Bauwasser wurden 1‘041 Kubikmeter gebraucht. Insgesamt verkaufte die Wasserversorgung Heiden 366‘687 Kubikmeter des „flüssigen blauen Goldes“. Wiederum konnte der Wasserverlust dank ständig saniertem Leitungsnetz im Vergleich zum Vorjahr vermindert werden. Er betrug nur noch 8,6 Prozent.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 02.07.2008 - 09:42:00