Wasserpegel sinken wieder
Frauenfeld. Nach ergiebigem Regen registrierte die Kantonale Notrufzentrale Thurgau bisher rund 50 Schadensmeldungen. Die Pegel der Gewässer sinken wieder.
Die Schadensmeldungen häuften sich am Dienstag gegen Mittag. Betroffen war das ganze Kantonsgebiet. In zahlreichen Gemeinden traten Dorfbäche über die Ufer. Über 40 Keller wurden überflutet. Die Ortsfeuerwehren standen permanent im Einsatz. Entlang der Thur stellten sie Dammwachen auf und kontrollierten das lokal überschwemmte Thur-Vorland.
Beim Steg Ochsenfurt bei Frauenfeld mussten am Vormittag in der Gefahrenzone weidende Schafe evakuiert und hinter den Damm gebracht werden. In Engwilen, Gachnang und Erlen stauten sich grössere Wassermassen auf den Strassen. Zwischen Lommis und Affeltrangen wurde die Hauptstrasse am Nachmittag kurzfristig für Personenwagen gesperrt. In Müllheim war die Grüneckstrasse ebenfalls kurzzeitig nicht befahrbar.
Laut Marco Baumann, Leiter des Hochwasserdiensts des kantonalen Amts für Umwelt, wurden die Wasserpegelspitzen in der Thur mit einer Wasserflussgeschwindigkeit von 530 Kubikmetern gegen 16 Uhr erreicht. Ab 460 Kubikmetern wird der Wasserfluss als Hochwasser eingestuft.
Auch die Murg wies eine erhöhte Wasserführung auf. Nach 13 Uhr wurden 100 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Statistisch erreicht das Gewässer diesen Pegel nur alle fünf Jahre.
Gemäss Wetterprognosen werden die Niederschläge in den Abendstunden weniger werden und sich die Wetterlage somit allmählich beruhigen. Die Wasserpegel der Gewässer schliesslich werden in der Nacht wieder sinken.



























