Was wird aus Armeestandort Herisau?
Herisau. Die Armee will das Zeughaus verkaufen. Alles andere als begeistert von diesem Vorhaben sind Kanton und Gemeinde.
Wie die «Appenzeller Zeitung» heute berichtet, plant die Armee, die Kaserne Herisau für 30 Millionen Franken zu renovieren und das Zeughaus mittelfristig zu verkaufen. Der Verkaufspreis liegt bei etwas mehr als 1,1 Millionen Franken.
Die Gemeinde Herisau als Mieterin des Zeughauses und auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden reagierten anfangs wenig begeistert auf das Vorhaben der Armee. Es wurde befürchtet, dass die Armee den Standort Herisau mit seiner Rekrutenschule und der Berufsunteroffiziersschule (Busa) über kurz oder lang aufgeben könnte. Dieses Szenario, so die «Appenzeller Zeitung», hätte in Herisau wohl ein volkswirtschaftliches Erdbeben ausgelöst.
Die Betonung liegt auf dem «hätte». Denn nun kommt laut «Appenzeller Zeitung» alles anders: Am Armeestandort wird festgehalten. Die Armee stärkt ihn sogar. Das hat laut Regierungsrat Hans Diem zwar nichts mit dem Zeughaus zu tun, dafür umso mehr mit der Kaserne, in die das Militär 30 Millionen Franken investieren möchte.
Wie es mit dem Zeughaus weitergehen wird, wird sich zeigen. Das Militär wird es früher oder später verkaufen. Soviel steht bereits jetzt fest. Aber: Der Kanton bleibt weiterhin Mieter der Räume. Laut «Appenzeller Zeitung» ist der Kauf und die spätere Nutzung durch Kanton und Gemeinde nicht ausgeschlossen.



























