War Ylenia in Bischofszell?
SG/AR. Die Polizei hat die Suche nach Ylenia fortgesetzt: 20 Polizisten und 50 Armeeangehörige stehen im Einsatz.
Hans Eggenberger, Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, bestätigte entsprechende Medienberichte. Die Suchmannschaft umfasst 20 Polizisten der St. Galler Polizei und rund 50 Armeeangehörige.
Durchkämmt wird der Bischofszellerwald; er liegt zwischen Bischofszell Thurgau und Niederbüren St. Gallen. Gesucht wird laut Eggenberger in erster Linie nach dem Mädchen. Bei der neu aufgenommenen grossflächigen Aktion, die laut Eggenberger mehrere Tage dauern dürfte, handle es sich um keine Feinsuche nach Gegenständen.
Neue Hinweise
Augenzeugen wollen den mutmasslichen Entführer Ylenias im Raum Bischofszell gesehen haben, deswegen wird der Wald nun durchkämmt, wie Eggenberger sagte. Beim mutmasslichen Entführer handelt es sich um einen 67-jährigen Schweizer, der seit 1990 zusammen mit seiner Frau in einem Haus in Benimantell im Osten Spaniens gelebt hatte.
Die fünfeinhalbjährige Ylenia verschwand am 31. Juli spurlos beim Hallenbad in Appenzell. Wenig später wurden in Oberbüren das Rucksäcklein, der Velohelm und das Kickboard des Mädchens gefunden.
DNA-Spuren
Unweit davon nahm sich der mutmassliche Entführer am 31. Juli in einem Wald mit einem Schuss in den Kopf das Leben. Stunden zuvor schoss er einen Mann an, den er möglicherweise für einen Zeugen hielt. Der 46-Jährige, der in der Brust getroffen wurde, konnte verletzt fliehen. Er konnte das Spital nach kurzer Zeit verlassen.
Der 67-jährige Auslandschweizer wird dringend verdächtigt, Ylenia entführt zu haben. DNA-Analysen zeigten, dass er mit den Sachen des Mädchens Kontakt hatte und dass er Ylenia in seinem Kastenwagen transportiert hatte. In seinem Haus hat die Polizei Material beschlagnahmt, das derzeit in St. Gallen untersucht wird.



























