Wandern Raucher nach Innerrhoden?
AR. Das Stimmvolk hat einem Rauchverbot - mit Einbezug der Gastronomie - zugestimmt. Stellen nun die Innerrhoder Restaurants eine gefährliche Konkurrenz dar?
Ab 2008 darf in Ausserrhoder Gastronomiebetrieben, abgesehen von speziell eingerichteten Fumoirs, nicht mehr geraucht werden. Dieser Entscheid bringt den Ausserrhoder Restaurantbetreiber- und Besucher teils neue Herausforderungen und Schwierigkeiten. Mehr Begeisterung dafür dürften Gastronomiebetreiber aus Innerrhoden zeigen. Für Restaurants des Nachbarkantons bedeutet dieser Schritt in gewissem Masse ein Tor zu neuer Kundschaft.
«Ein Entscheid bedeutet immer eine Chance. Die Innerrhoder Gastronomie wird von der neuen Situation profitieren und die Chance umsetzen», erklärt Markus Strässle, Vizepräsident des Gastronomieverbandes Appenzell Ausserrhoden. Die Möglichkeit, dass gewisse Stammkunden ab 2008 häufiger Restaurants im Kanton Appenzell Innerrhoden besuchen, besteht. «Eine grosse Konkurrenz wird vor allem an Grenzorten herrschen. Jedoch hoffen wir, dass mit dem Rauchverbot wiederum neue Gäste aus Innerrhoden angezogen werden, die ein Nichtraucherlokal bevorzugen», so Strässle.
Wie gut die Ausserrhoder Gastronomie das neue Gesetz umsetzen kann, wird sich zeigen. Laut Strässle haben sich die Betriebe schon einige Jahre im Voraus auf ein Rauchverbot eingestellt und vorbereitet. «Das Recht der Nichtraucher wird seit langem respektiert. Die Ausserroder Gastronomie ist gut vorbereitet und auf dem besten Weg, mit einem Rauchverbot umzugehen», sagt Strässle abschliessend.



























