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Walzenhausen senkt erneut die Steuern

Walzenhausen. Der Gemeinderat hat den Voranschlag 2009 zu Handen der Urnenabstimmung vom 30. November 2008 verabschiedet.

Bei einem Aufwand von 10’730’060 Franken und einem Ertrag von 10’820’550 resultiert in der Laufenden Rechnung ein Ertragsüberschuss von 90’490 Franken. Die Steuern für natürliche Personen werden von 4,1 Einheiten auf 3,8 Einheiten gesenkt.

Die Investitionsrechnung budgetiert Ausgaben von 3’045’000 Franken und Einnahmen von 635’200 Franken. Es resultiert somit ein Ausgabenüberschuss von 2’409’800 Franken. In verschiedene Hochbauten werden 1’232’000 investiert, darunter Fr. 300’000 in den neuen Werkhof des Bauamtes im Almendsberg. In der Wasserversorgung sollen der Leitungsersatz Hasenbrunnen – alte Post Platz und Dorf – Grund realisiert werden. Als weitere grössere Investitionen fallen der Ersatz des Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr sowie eine erste Tranche an Erschliessungsbeiträgen neuer Baugebiete an.

Trotz dieser grossen Investitionen geht der Voranschlag 2009 von einem Steuerfuss von 3,8 Einheiten für natürliche Personen aus. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Senkung von 0,3 Einheiten und seit 2004 bereits die dritte Steuersenkung in Walzenhausen. Warum eine erneute Steuersenkung?

Walzenhausen hat einen gesunden Finanzhaushalt, welcher es der Gemeinde in den vergangenen Jahren erlaubte, das Verwaltungsvermögen weitgehend abzuschreiben. Auch der Aufwand für Fremdkapitalzinsen ist merklich gesunken. Die Nettoverschuldung pro Einwohner lag 2007 noch bei 1’283 Franken, das kantonale Mittel bei 2’395 Franken.

Im Voranschlag 2009 sind die Steuererträge im Rahmen des Erreichbaren gehalten worden. Von allzu euphorischen Prognosen hat der Gemeinderat Abstand genommen. Im Finanzplan der kommenden Jahre sind die heute bekannten Investitionen, bzw. deren Auswirkungen auf die laufende Rechnung, eingerechnet.

Zusammen mit der Finanzkommission ist der Gemeinderat der Ueberzeugung, dass die Senkung der Steuern um 0,3 Einheiten vertretbar ist. Für Unvorhergesehenes stünde zudem das Konto Eigenkapital (früheres Konto Vor- und Rückschläge), mit 1’022’053 Franken zur Verfügung.

Ein tiefer Steuerfuss kann Auswirkungen auf die Attraktivität einer Gemeinde für Neuzuzüger haben. Er ist aber vielmehr auch eine positive Auswirkung für die heutige Wohnbevölkerung, die in den vergangenen Jahren die vorsichtige Finanzpolitik des Gemeinderates mit- und zum gesunden Finanzhaushalt beigetragen hat.

Die Abstimmung über den Voranschlag und den gesenkten Steuerfuss findet am 30. November 2008 statt.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 08.10.2008 - 16:02:00