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«Waldstatt bewegt sich»

Waldstatt. Im April wurde Hans Peter Ramsauer zum Gemeindepräsidenten gewählt. Im Gespräch nimmt er Stellung zu seinen Visionen und Plänen.

Was sind Ihre Ziele und Hoffnungen?
Die Erreichung der Ziele gemäss des Leitbildes, welches als rollendes Planungsinstrument laufend angepasst wird. Dabei hat die Reduktion der Verschuldung erste Priorität und mit der meines Erachtens unumgänglichen Senkung des Steuerfusses verbindet sich die Hoffnung, dass unsere Gemeinde ihre attraktive Lage auch steuerertragsmässig ausnutzen kann.

Was wollen Sie in dieser Gemeinde verändern? Mit welcher Problematik werden Sie zu kämpfen haben?
Bereit sein für Veränderungen, welche auf uns zukommen, ganz nach unserem Slogan «Waldstatt bewegt sich». Die Herausforderung besteht darin die notwendigen Entscheide und Massnahmen der Bevölkerung zu erklären und verständlich zu machen.

Was sollte Ihrer Meinung nach besser gemacht werden als vorher?
Für mich stellt sich nicht die Frage, was besser gemacht werden kann, sondern wo Akzente gesetzt werden können. Dazu gehört zum Beispiel die Informationspolitik, sozusagen der Dialog mit allen Bevölkerungskreisen.

Wie gehen Sie in Bezug auf den Rückgang von Jugendlichen vor?
Unsere Gemeinde weist als eine der wenigen Ausserrhoder Gemeinden ein Wachstum bei den Schülerzahlen auf. Durch unsere attraktive Wohnlage, zeitgemässe Schule und Infrastruktur sind wir interessant für Familien. Mit einem hochstehenden Stellenangebot in unserer Region muss es gelingen, die jungen Menschen in der Gemeinde zu halten.

Wie sieht es mit aktuellen Themen wie der Ausländerproblematik, zum Beispiel an Schulen, aus?
Wir haben durch unsere ländliche Struktur keine eigentliche Ausländerproblematik. Doch auch bei uns macht sich der gesellschaftliche Wandel bemerkbar. Für uns stellt sich die Wahl zwischen hin oder weg schauen. Der Gemeinderat hat sich für die erste Möglichkeit entschieden und erhofft sich eine Verbesserung der Situation durch die Schaffung einer Teilzeitstelle «Schulsozial- und Jugendarbeit». Diese Stelle wird der Bevölkerung im Februar 2008 zur Abstimmung unterbreitet.

Was sind Ihre momentanen Projekte?
Mit dem Abschluss der laufenden Sanierung des Mehrzweckgebäudes ist ein grosses Projekt Ende Oktober 2007 abgeschlossen. Im Moment befasst sich eine Arbeitsgruppe «Zentrumsentwicklung» mit der Attraktivitätssteigerung unseres Dorfkerns. In diesem Zusammenhang ist geplant, die Erschliessung der Bauzonen und Wohnquartiere im Gebiet «Hinterdorf» und «Halde» zu optimieren. Gleichzeitig würde damit auch ermöglicht, dass verschiedene wichtige Grundlagen für die Entwicklung im Dorfzentrum geschaffen werden.

Was planen Sie für die nächste Zukunft?
Es ist die Aufgabe des Gemeinderates sich vorausschauend mit den Voraussetzungen für eine harmonische Entwicklung zu befassen. Mit der wahrscheinlichen Einführung des neuen Steuergesetzes auf den 1. Januar 2008, es umfasst bekanntlich eine interessante Unternehmensbesteuerung, müssen wir uns sehr konkret überlegen, inwieweit wir bereit sind unsere attraktive Lage auch als Standortvorteil für Unternehmen zu nutzen. Die Planung hat sich also nach den Herausforderungen zu richten.

Wo sehen Sie die Ihre Gemeinde in zehn Jahren?
Waldstatt soll als eigenständige Gemeinde mit einer optimierten regionalen Zusammenarbeit ein bevorzugter Wohn- und Arbeitsort bleiben. Dazu gehört ein massvolles Wachstum der Bevölkerungszahl.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 27.07.2007 - 10:37:00