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Waldregion eins zieht positive Bilanz

St.Gallen. Die Waldregion eins zieht nach etwas mehr als 100 Tagen eine erste Bilanz. Diese fällt sehr positiv aus.

Die neue St.Galler Forstorganisation ist am 1. Januar in Kraft getreten. Die Waldregion eins St.Gallen ist gut gerüstet in ihr erstes operatives Geschäftsjahr gestartet. Zudem wurde kürzlich der Waldentwicklungsplan «Columban» vom Volkswirtschaftsdepartement erlassen. Für die Waldregion eins Gründe genug, nach 100 Tagen eine erste Bilanz zu ziehen.

Nach einer zweijährigen Übergangsfrist und umfangreichen Vorarbeiten ist die neue Forstorganisation am 1. Januar in Kraft getreten. Der Kanton St.Gallen ist nun in fünf Waldregionen mit Waldrat, Regionalförster und Revierförster eingeteilt. Der siebenköpfige Waldrat ist das strategische Führungsgremium der Waldregion. Seine steuernde und begleitende Tätigkeit stellt sicher, dass die Basis (kleine und grosse, private und öffentliche Waldeigentümer sowie politische Gemeinden) in die Entscheidfindung einbezogen wird und die manchmal stark geregelte Thematik Wald eine pragmatische «Erdung» erfährt. Der Regionalförster wirkt als Geschäftsführer und erledigt mit seinen Förstern die operativen Geschäfte.

Waldregion eins erfolgreich gestartet

Die Waldregion eins St.Gallen mit Waldrat, Regionalförster und Revierförster besteht etwas mehr als 100 Tage. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Dank intensiver Vorbereitungen und der Erarbeitung zahlreicher Grundlagendokumente ist die Waldregion eins St.Gallen erfolgreich in ihr erstes operatives Geschäftsjahr gestartet. Zentral ist dabei die neue Wald- und Revierorganisation, welche die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Waldbesitzern bildet.

Es zeichnet sich ab, dass auf den Waldrat an der Schnittstelle zwischen den verschiedenen Akteuren im Bereich des Waldes zahlreiche Herausforderungen zukommen werden. Der Wald in der Waldregion eins St.Gallen steht im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen, so zum Beispiel: Wald als Erholungsgebiet (Ansprüche der Bevölkerung versus gesetzliche Bestimmungen), Wald als Jagdgebiet (Ansprüche der Jäger versus Sorge der Förster und Waldeigentümer wegen Verbiss des Jungwaldes), Wald als Wirtschafsfaktor (Entwicklung des Holzpreises versus kostendeckende Waldbewirtschaftung).

Waldentwicklungsplan als Wegweiser

Der Waldentwicklungsplan ist Wegweiser und Leitplanke in der täglichen Arbeit des Regionalförsters und der Revierförster sowie der kommunalen und kantonalen Amtsstellen. Aber auch für den Arbeits- und Aufgabenbereich der Waldeigentümer stellt er den Rahmen dar. Er ist zugleich eine wichtige Informationsquelle und Orientierungshilfe für die am Wald interessierte Bevölkerung.

Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St.Gallen hat kürzlich den Waldentwicklungsplan (WEP) «Columban» erlassen. Der WEP «Columban» umfasst die Wälder in den zehn Gemeinden Bronschhofen, Degersheim, Flawil, Jonschwil, Kirchberg, Lütisburg, Oberuzwil, Uzwil, Wil und Zuzwil. Der behördenverbindliche Waldentwicklungsplan wurde den betroffenen Gemeindepräsidenten und Revierförstern heute, 28. April, in Jonschwil-Wildberg feierlich übergeben.

Die Ansprüche an den Wald sind sehr unterschiedlich und zahlreich. Die Waldeigentümer, die Kunden des Holzgewerbes und der Industrie, die Erholungssuchenden, die Jäger und die Naturschützer sowie die kommunalen und kantonalen Behörden haben legitime Interessen und Ziele. All diese Ansprüche, die sich nicht immer synergetisch verbinden lassen, will die Waldentwicklungsplanung in einem konstruktiven Dialog und Planungsprozess unter einen Hut zu bringen.

Der vorliegende Waldentwicklungsplan «Columban» trägt diesen Anforderungen Rechnung. Er legt zukunftsweisend die Ziele der Entwicklung sowie die Bewirtschaftungsgrundsätze im Wald fest und gewichtet die Waldfunktionen. Damit ermöglicht er ein ausgewogenes Nebeneinander von Mensch und Natur.

St.GallenSt.Gallen / 28.04.2009 - 12:14:56