Von Napoleons Schlosspark zum Immenberg
Arenberg/TG. Seit seiner Gründung zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft hat der Fonds Landschaft Schweiz FLS im Kanton Thurgau insgesamt 4,5 Millionen Franken eingesetzt.
Um Resultate des überdurchschnittlichen Engagements besichtigen zu können, hat die FLS-Leitung ihre Jahrestagung in den Thurgau verlegt und ausgewählte Projekte besichtigt.
Zum Auftakt der dreitägigen Sitzung im Thurgau besichtigte die FLS-Kommission unter der Leitung des früheren Bieler Nationalrats Marc F. Suter den Landschaftspark auf dem Arenenberg. Der FLS hat die Wiederherstellung dieses historischen Schlossparks mit einem Beitrag von 100’000 Franken unterstützt.
Der Park präsentiert sich nun wieder so, wie ihn um 1835 der spätere französische Kaiser Napoleon III. erlebt hatte. Im Beisein von Regierungsrat Jakob Stark konnte die FLS-Kommission einen positiven Augenschein nehmen, wie das Thurgauer Kommissionsmitglied Humbert Entress feststellt: „Der FLS schätzt sich glücklich, einen Beitrag an dieses mutige, beherzte Projekt geleistet zu haben.“
Auf dem Programm des FLS-Besuchs im Thurgau stehen auch Projektbesichtigungen im Seebachtal und am Immenberg: Rund um den Hüttwiler-, Nussbaumer- und Hasensee hat der FLS seit 1995 insgesamt 1,8 Millionen Franken in die naturnähere Gestaltung der national bedeutsamen Kulturlandschaft investiert. Und für die Pflege der lichten Wälder und Trockenwiesen am Immenberg mit ihrer grossen Artenvielfalt hat der FLS seit 1996 rund 785’000 Franken bereitgestellt.
An ihren Sitzungen in der Kartause Ittingen entscheidet die FLS-Kommission über rund 50 neue Beitragsgesuche und die Vergabe von gut 2 Millionen Franken für die Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften in der ganzen Schweiz. Für Thurgauer Projekte hat der FLS bisher 19 Mal finanzielle Beiträge von insgesamt 4,2 Millionen Franken gewährt. Zusätzlich sind über Projekte, die mehrere Kantone betrafen, weitere 320’000 Franken in den Thurgau geflossen.
Der Thurgau gehört damit zu den acht Kantonen, in denen sich der FLS bisher am stärksten engagieren konnte. Dies spricht für den hier vorhandenen Reichtum an naturnahen Kulturlandschaften wie auch für das Engagement, das initiative Projektträgerschaften in der Landschaftspflege zeigen.
Ob der FLS seine Unterstützung über das Jahr 2011 hinaus weiterführen kann, hängt vom eidgenössischen Parlament ab: Es muss in den nächsten Monaten über die Verlängerung der gesetzlichen Grundlagen und neue Mittel für den FLS entscheiden. Als erstes ist der Entscheid des Ständerats in der Wintersession geplant.



























