Von der Blutspende bis zur Transfusion
Heiden. Am vergangenen Dienstag zeigte Irene Bruderer dem Samariterverein Heiden im Spital den Weg von der Blutspende bis zur Transfusion auf.
Nach den Richtlinien, wer überhaupt Blut spenden darf, folgte eine kurze Auffrischung des den Samaritern bekannten Blutspendeablaufs. Spannend wurde es danach für die über zwanzig Zuhörer, weil Frau Irene Bruderer den Weg nach der Blutabnahme schilderte. Die Blutkonserven müssen in einem ersten Durchgang innerhalb von sechs Stunden in St. Gallen bearbeitet werden.
Nach dem Entfernen der weissen Blutkörperchen folgt durch Zentrifugieren die Aufspaltung in Erythrozytenkonzentrat, Frischplasma und Thrombozytenkonzentrat. Während das Erythrozytenkonzentrat insbesondere bei Operationen, Blutungen während der Geburt, Magen-Darm-Blutungen oder Unfällen eingesetzt wird, kommen Thrombozytenkonzentrate bei Mangel an Thrombozyten (Blutplättchen) zum Einsatz. Frisch gefrorenes Plasma wird bei kritischen Mangelzuständen an Gerinnungsfaktoren transfundiert.
Kontrollmarathon
Bevor das Blut zur Transfusion freigegeben werden kann, durchläuft es einen Kontrollmarathon. Schon vor der Abnahme wird der zukünftige Spender geprüft, allenfalls zum eigenen Schutz oder zum Schutz des Empfängers gar ausgeschlossen. Gerade bevor die Blutabnahme geschieht, werden Kontrollproben genommen, um das Blut, sprich den Spender, auf verschiedene Krankheiten zu testen. Das bedeutet, dass eine Blutspende automatisch ein Gratisgesundheitscheck auf HIV, Hepatitis B und C, Syphilis und die Leberwerte ist.
Zudem werden Blutgruppe und Rhesus-Faktor bestimmt. Vor Einsatz des fertigen Produkts wird das Blut im Labor wiederum gemäss dem ABO-Blutgruppensystem getestet und ein weiteres Mal der Rhesusfaktor bestimmt sowie eine ganze Palette von Blutgruppenantigenen mittels speziellem Test gesucht, um eine Unverträglichkeit und damit eine Antikörperbildung zu vermeiden.
Sicherheit von Spender und Empfänger
Am Spital Heiden wird zudem die Blutgruppe am Krankenbett vor dem Start beim Transfusionsbeutel und beim Patienten bestimmt. Oberste Priorität bei jeder Blutspende hat die Sicherheit des Spenders sowie der Empfänger der Transfusion. Es herrschte Einigkeit, dass das Fachreferat beste Einblicke in die Verarbeitung der Blutspende und der Anwendung der Endprodukte gegeben hatte. Als Dank für den spannenden Dialog überreichte Präsidentin Trudy Schiess dem Laborteam einen Früchtekorb.



























