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«Vom Vorteil gut zu sein»

Flawil/SG. Am Samstag, 2. Mai findet das erste ökumenische Diakonie-Forum statt.

Lohnt es sich, gut zu sein? Wie lebt es sich auf der Gasse? Was bedeutet Diakonie im kirchlichen Alltag? Diese und ähnliche Fragen werden am ersten Diakonie-Forum gestellt. Zum Forum, welches am Samstag, 2. Mai in Flawil stattfindet, laden das Bistum St.Gallen und die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen. Gäste sind der Jesuitenpater Niklaus Brantschen, Bischof Markus Büchel und Pfr. Dölf Weder, Präsident des Kirchenrates der Evang.-ref. Kirche des Kantons St.Gallen.

Der «Homo oeconomicus» gilt als Auslaufmodell und Geiz ist längst nicht mehr besonders geil. Seit einiger Zeit wird auch ausserhalb der Kirchen wieder über das Einhalten und Beachten solidarischer Werte diskutiert – selbst auf höchster Ebene.

Es ist ein Vorteil, gut zu sein, ist Niklaus Brantschen überzeugt. Brantschen ist Jesuit, Priester und Zen-Meister. Er gründete und leitete das Lassalle-Institut in Bad Schönbrunn, ein Institut für Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft. Im Referat am ersten ökumenischen Diakonie-Forum in Flawil entdeckt er in den alten Tugenden Gelassenheit, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Masshalten eine Richtschnur für gutes Handeln. Das seien wichtige Werte für unsere Gesellschaft oder sogar die Schlüsselstellen für einen funktionierenden Gesellschaftsvertrag zwischen Politik, Wirtschaft, Kirchen und Gesellschaft. Und: «Gut handeln trägt nachhaltig zum Erfolg bei.»

Nach dem Einstiegsreferat zeigt Manfred Gehr, wie Ziele leichter zu erreichen sind und vier Maturandinnen präsentieren ihren Selbstversuch als Obdachlose.

Manfred Gehr ist Mathematiklehrer und geht Herausforderungen systematisch an. In seiner Arbeit mit Jugendlichen hat er erkannt, dass unser Denken unsere Leistungen steuert. Und jeder Mensch kann auf seine vielfältigen Fähigkeiten vertrauen und bauen. Mit seinen Methoden fordert der St.Galler auf, Ziele locker, aufmerksam und mit festem Willen anzugehen. Gehrs Erkenntnisse können ein Gewinn für alle in der diakonischen Arbeit sein.

Einen etwas anderen Weg haben vier junge Frauen für ihre Maturaarbeit gewählt. Während zwei Wochen lebten sie als Obdachlose auf der Gasse. Am Forum gewähren sie den Teilnehmenden Einblick in ihren Selbstversuch.

Und wie sieht es mit der kirchlichen Praxis aus? Bischof Markus Büchel, Bischof des Bistums St.Gallen, und Pfr. Dölf Weder, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen, stellen sich den Fragen von Petra Müllhauser zur Zukunft der Diakonie und der Ökumene in den beiden Landeskirchen.
Was all das Gehörte und Erlebte für jeden, jede Einzelne im eigenen Arbeitsfeld bedeutet oder bedeuten könnte, wird schliesslich in Form der Grossgruppenmethode des Weltcafés festgehalten.

Erstes Ökumenisches Diakonie-Forum
Samstag, 2. Mai, 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Lindensaal Flawil
Weitere Informationen unter:
www.ref-sg.ch
Anmeldung bis 17 April: Arbeitsstelle Diakonie,
ackermann@ref-sg.ch, 071 227 05 60
Das Diakonie-Forum wird von einer ökumenischen Arbeitsgruppe aus der Sozialdiakonie, der Caritas und der Arbeitsstelle Diakonie der Evang.-ref. Kirche des Kantons St.Gallen organisiert.

St.GallenSt.Gallen / 06.04.2009 - 11:30:50