Vom Sinkflug zum Anstieg
Degersheim. Mit einem neuen Marketingkonzept will die St.Galler Gemeinde, die ans Hinterland grenzt, neue Einwohner gewinnen.
Die Gemeinde Degersheim ist auf verschiedenen Immobilienmessen mit ihrem neuen Marketingkonzept, welches die Attraktivität der Gemeinde hervorheben soll, anzutreffen. Dabei wird ein Wachstum der Bevölkerung um 1% pro Jahr angestrebt. Zusätzlich macht Degersheim anhand von Imagebroschüren und Anzeigen in diversen Medien auf sich aufmerksam.
Anstieg der Bevölkerung
Vor allem geht es der Gemeinde darum, Familien die Möglichkeiten von Degersheim aufzuzeigen, was laut Gemeindepräsident Reto Gnägi, in der letzten Zeit schon Früchte trägt. «Vor ungefähr fünf bis sechs Jahren war die Einwohnerzahl tendenziell im Sinkflug, aber seit zwei Jahren, können wir wieder einen Anstieg der Bevölkerung verzeichnen», erklärt Reto Gnägi. «Dies ist sicherlich auch auf das neue Marketingkonzept zurückzuführen.» Ein Punkt, der in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle spielt, ist die hohe Anzahl an Arbeitsplätzen. «Wir haben ungefähr 4000 Einwohner und insgesamt 2000 Arbeitsplätze», so Reto Gnägi stolz. Im gesamtschweizerischen Vergleich gilt dies als ein überdurchschnittlicher Wert.
Organisierte Kinder- und Altenbetreuung
Die ausserfamiläre Kinderbetreuung und die Tatsache, dass von Kindergarten bis zur Oberstufe alles für die Ausbildung der jungen Menschen vorhanden ist, stellen deutlich die Vorzüge der Gemeinde dar. Zusätzlich wird auf die Freizeitmöglichkeiten der Jugendlichen geachtet. Diese können, zum Beispiel, an den Aktivitäten des Jugendtreffs teilnehmen. Für Kleinkinder gibt es von der Kindertagesstätte Kieselstein, welche von qualifizierten Personen geführt wird, bis hin zur Spielgruppe Elefäntli, welche für Kinder von drei Jahren bis zum Kindergartenalter konzipiert ist, einige Optionen. «Viele der Jugendlichen, die Degersheim verlassen haben, sind wieder zurückgekommen», erklärt Reto Gnägi.
Im Gegenzug hängt ein aktuelles Projekt der Gemeinde mit der Betreuung von alten Menschen zusammen. «Wohnen im Alter» verspricht den Leuten entweder einen Platz im neuen Pflegeheim oder die Option in den eigenen vier Wänden zu bleiben und gleichzeitig die Leistungen des Pflegeheims in Anspruch zu nehmen. «Es wird ihnen Essen gebracht, geputzt und anderweitig geholfen», so Gnägi. «Dadurch haben alte Menschen auch die Möglichkeit, weiter zu Hause wohnen zu können.»
«Bauland ist entscheidend»
Bauland spielt im Zusammenhang mit dem Bevölkerungszuzug eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund beschäftigt sich ein aktuelles Projekt der Gemeinde mit dieser Thematik. «Die neue Einzonung von ungefähr zwei Hektar Land, bietet die Möglichkeit eines breiten Angebots an Einfamilienhäusern», fügt Gnägi abschliessend hinzu. «Neues Bauland ist für die Gesamtenwicklung der Gemeinde entscheident und soll den Familien attraktive Wohnmöglichkeiten bieten.»



























