Vom Kurort zum Kultur- und Gesundheitsdorf?

Schwellbrunn. In diesen Tagen ist die letzte Parzelle des gemeindeeigenen Baulandes im Sommertal Schwellbrunn verkauft worden.

VIm Herbst 2005 wurde der Quartierplan Sommertal genehmigt. Einer Überbauung der Parzellen stand also nichts mehr im Weg. Bereits im März 2006 konnte die erste Baubewilligung für ein Doppeleinfamilienhaus erteilt werden. In den letzten zweieinhalb Jahren sind weitere sechs Einfamilienhäuser erstellt worden. Die Eigenheime wurden teils durch Schwellbrunner, aber auch durch Neuzuzüger gebaut. Im Sommer 2009 soll nun auch die letzte Parzelle mit einem Einfamilienhaus überbaut werden. Durch die Teils etwas mutige und für Schwellbrunn nicht alltägliche Farbgebund der Bauten, wird das Quartier auch liebevoll als Smartis- oder Papageienquartier bezeichnet. Die neuen Bewohner fühlen sich aber ausgesprochen wohl in Ihren neuen Heimen.

Durch die Überarbeitung der Richtplanung in der Gemeinde Schwellbrunn und dem vermehrten Kontakt des Gemeinderates mit den Baulandbesitzern, ist in den letzten Jahren Bewegung in die Bautätigkeit und den Baulandhandel gekommen. Verschiedene Eigentümer sind aktiv an der Planung von Überbauungen ihrer Liegenschaften. Was in Schwellbrunn immer noch Mangelware ist, sind Wohnungen, die dem heutigen Standard entsprechen. Auch in dieser Beziehung sind konkrete Planungen im Gange. Mittelfristig sollte es wieder möglich sein, in Schwellbrunn eine passende Wohnung zu mieten oder zu kaufen. Entsprechende Anfragen durch potentielle Neuzuzüger oder Heimwehschwellbrunnner sind vorhanden. Durch die Nähe zur Aglomeration St. Gallen, und einer doch guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr, wird Schwellbrunn mehr und mehr zu einer begehrten Adresse für Leute, die auf dem Land leben wollen, aber doch die Angebote einer Stadt nicht missen möchten.

Schwellbrunn hat besonders auch für Familien mit Kindern viel zu bieten. Mit einem modernen Schulsystem, vom Kindergarten bis zu Oberstufe, ist ein sehr gutes Angebot vorhanden, das vor allem Neuzuzüger besonders schätzen und das sich auch durch eine vermehrte Nachfrage nach Bauland und attraktiven Wohnungen bemerkbar macht. Auch im Freizeitbereich können die Jugendlichen und Erwachsenen in Schwellbrunn ein breites Angebot in Anspruch nehmen. Mit der Einweihung der Sportanlage Sommertal, mit einem Kunstrasen aus dem Appenzellerland, konnte das Angebot noch erweitert und verbessert werden.

Lange war Schwellbrunn als Hochburg mit den höchsten Steuern im Kanton Appenzell Ausserrhoden bekannt. Auch in dieser Hinsicht hat sich die Situation positiv verändert, da der Steuersatz der Gemeinde ab 2009 auf 4 Einheiten gesenkt werden konnte.

Eine Aufbruchstimmung macht sich auch im Dorf Schwellbrunn bemerkbar. Erst vor ein paar Wochen wurde im ehemaligen Hotel Rössli, das von den neuen Eigentümern einer sanften Renovation unterzogen wurde, eine Gesundheitspraxis eröffnet. Mehrere Naturärzte und Therapeuten, mit verschiedenen Fachrichtungen, bieten ein breites Angebot an Dienstleitungen an. Auch im Bereich Kunst und Kultur ist etwas Neues am Entstehen. Man ist gespannt auf die Aktivitäten und Angebote, die sich im ehemaligen Schulhaus Rank am entwickeln sind.

Vielleicht ist das der Anfang vom ehemaligen Kurort zum Gesundheits- und Kulturdorf Schwellbrunn?


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Appenzell Ausserrhoden / 13.11.2008 - 14:31:00
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