Volksschule feiert Jubiläum
Das Schulgesetz vom 13. März 1833 bildet den Grundstein für die Volksschule im Kanton Thurgau. Dieses Jahr wird das 175-Jahr-Jubiläum gefeiert. Und das auf vielfältige Weise.
Die Thurgauer Volksschule feiert 175-jähriges Bestehen. Im Zentrum stehen dabei ein Jubiläumsanlass, ein Jubiläumsheft zum Unterricht, eine Ausstellung im Schulmuseum Amriswil, ein Aktionstag Schule sowie das Kunstprojekt Fehlerbüro.
Den entscheidenden Schritt zu einer Volksschule im heutigen Sinn machte die Regenerationsverfassung von 1831. Darin wurde das Erziehungswesen zur Staatsaufgabe erklärt. Die Umsetzung erfolgte mit dem Schulgesetz, das am 13. März 1833, also vor 175 Jahren in Kraft gesetzt worden ist. Damit wurde der Schulbesuch obligatorisch. Neben dem bisherigen Lesen und Schreiben wurde das Rechnen zum Grundlagenfach erhoben und neue Fächer wie Naturkunde, Geografie und Geschichte erschienen im Lehrplan. In der Erkenntnis, dass es ohne gute Lehrkräfte keine guten Schulen geben kann, postulierte das Gesetz schliesslich die Führung eines Lehrerseminars. Dieses wurde in der Folge am 12. November 1833 in Kreuzlingen eröffnet.
«Die Volksschule hat eine grosse Tradition. Eine Institution, die 175 Jahre modern geblieben ist, gibt Anlass zum Feiern», sagte Erziehungsdirektor Jakob Stark anlässlich einer Medienkonferenz. Und gefeiert wird im Laufe des Jahres 2008 auf verschiedene Weise. Am 31. Oktober findet ein grosses Schulfest in Frauenfeld statt, an dem Delegationen aus allen Schulgemeinden des Kantons erwartet werden. Alle Schulen werden ausserdem eingeladen, einen Aktionstag Schule zu veranstalten. Dabei steht die Frage «Woher kommt unsere heutige Schule, wo geht sie hin?» im Zentrum. Mit einem Jubiläumsheft lernen die Schülerinnen und Schüler die Entwicklungsschritte der Volksschule Thurgau kennen. Dieses Jubiläumsheft ist ein Geschenk des Kantons an alle Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe. Ferner wird im Schulmuseum Amriswil eine Sonderausstellung zum Jubiläum eingerichtet. Der Kanton offeriert jeder Klasse einen Besuch mit Führung. Und schliesslich wird ein «Fehlerbüro» eingerichtet. In diesem Kunstprojekt werden Fehler aller Art von derzeitigen und ehemaligen Schülerinnen und Schülern der Volksschule gesammelt. Das «Fehlerbüro» lädt die Schulen ein zu einer Expedition in die Welt des Fehlermachens.



























