Volksmusikanten blasen zum Sturm
Bühler. Der Verband Schweizer Volksmusik um Präsident Jakob Freund aus Bühler lancierte die Petition «Volksmusik für alle».
Aufgrund der neuen Programmstruktur bei Radio DRS soll die Volksmusik auf DRS 1 ganz abgesetzt werden. Als Ersatz dafür werden die Volksmusikfreunde auf die DRS Musikwelle verwiesen. Dieses Programm kann jedoch nur über Kabel, Satellit oder DAB empfangen werden.
Da in Kürze auch der Mittelwellensender Beromünster abgeschaltet wird, werden die Freunde der Volksmusik in Kürze gezwungen auf DAB-Empfangsgeräte umstellen. Dies obwohl die Landesweite Versorgung mit DAB noch nicht gewährleistet ist und die heute erhältlichen DAB-Empfangsgeräte bereits von der nächsten Radio-Generation (DAB+) überholt sind.
Heftige Reaktionen
Nach den heftigen Reaktionen aus allen Bevölkerungskreisen über diese Entwicklung, hat ein Komitee unter dem Patronat des Verbands Schweizer Volksmusik (VSV) eine Petition lanciert. Das Begehren lautet: Die Unterzeichner/innen ersuchen das eidgenössische Parlament, den Bundesrat, die SRG sowie das Radio DRS alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit auch in Zukunft ein breites Angebot an volkstümlicher Musik über eine UKW-Frequenz gesendet wird.
SRG unter Druck
Mit diesem Volksbegehren will das Petitionskomitee den politischen Druck auf die SRG unterstützen, nach dem die Programmverantwortlichen von zwei parlamentarischen Kommissionen des Nationalrates angehalten wurden, auf diesen Entscheid zurückzukommen. Unterstützt wird die Petition von breiten Kreisen der Volksmusik so etwa von Ruedi Rymann, Peter Zinsli oder Kurt Felix sowie von namhaften Exponenten der Politik, so unter anderem der Bauern-Radio Initiator Toni Brunner oder SVP-Präsident Ueli Maurer. Aufgrund des durch die Petitionskomiteemitglieder erzeugten Drucks im Parlament, erachtet es nun auch der Bundesrat als fragwürdig, dass ein wichtiger Teil der Schweizer Volkskultur nicht mehr über UKW ausgestrahlt werden soll.
Weitere Informationen zur Petition werden auf www.volksmusik-fuer-alle.ch angeboten, wo auch die Unterschriftenbogen herunter geladen werden können.



























