Vögel sind Künstler
Frauenfeld. Einen Eindruck von den Materialien, die sie beim Nestbau verwenden und von der erstaunlichen Formenvielfalt, die sie dabei entwickeln, gewinnt man zurzeit in einer kleinen Wechselausstellung im Naturmuseum Thurgau.
Vögel bauen Nester, weil sie Eier legen.
Das Nestbauverhalten eines Vogels ist angeboren und typisch für die jeweilige Art. Vögel bauen ihre Nester instinktiv und doch: Wenn man die Materialien anschaut, welche die Vögel verwenden und die unterschiedlichsten Nestgrössen und -formen betrachtet, die sie hervorbringen, erscheinen sie als wahre Künstler. Wie schafft das ein Vogel? Vögel verwenden für den Nestbau eine Vielzahl verschiedenster Materialien. Meist sind es Pflanzenteile, aber auch Schnüre, Papier, Stofffetzen oder Plastikfolie – alles, was dem Vogel geeignet erscheint, um es in sein Nest einzubauen. Selbst Spinnfaden kommt zum Einsatz, wenn Moose und Flechten befestigt werden sollen.
Mulde, Kugel, Napf und Höhle
In der kleinen Schau im zweiten Stock zeigt das Naturmuseum die eindrücklichsten Vogelnester aus seiner umfangreichen Sammlung. Zu bestaunen gibt es eine Vielzahl der bei uns am häufigsten vorkommenden Nesttypen, von der Nestmulde über das Kugelnest bis hin zur Spechthöhle. Aber auch wundersame Launen der gefiederten Baumeister gibt es zu sehen wie eine zu einem Vogelnest umfunktionierte Schnapskiste. Kurztexte und Abbildungen informieren über Zweck und Entstehung von Vogelnestern.
Die Ausstellung ist bis auf Weiteres im Naturmuseum an der Freie Strasse 26 in Frauenfeld zu sehen und geöffnet von Dienstag bis Samstag, jeweils von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 12 bis 17 Uhr. Weitere Informationen sind telefonisch (052 724 22 19) oder im Internet erhältlich (www.naturmuseum.tg.ch).
Bild 1 in Grossansicht
Bild 2 in Grossansicht



























