Vier Prozent mehr Lohn ab 2008?
Ostschweiz. Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren, auch in der Ostschweiz trübt kein Wölkchen den Konjunkturhimmel. Darum sollen nächstes Jahr auch die Löhne steigen.
Gerade gestern hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) St.Gallen-Appenzell ihre Bilanz für das erste Halbjahr 2007 bekannt gegeben. Fazit: Der Ostschweizer Wirtschaft geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Der Exporthandel schreibt Rekordzahlen, die Arbeitslosenzahlen befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren und auch der Detailhandel legt endlich zu. Darum fordert der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse, dass sich diese Entwicklung auch auf den Arbeitnehmer niederschlägt. Konkret heisst das: Travailsuisse fordert Lohnerhöhungen von bis zu vier Prozent.
Nachholbedarf der letzten Jahre
Travailsuisse bezeichnet die Lohnerhöhungen als «längst fällig». Gründe dafür gebe es genug. Erstens sei es nur gut und recht, meint der Verband, dass die Arbeitnehmer an dem von ihnen getragenen Aufschwung teilhaben – schliesslich steigt die Arbeitsproduktivität auch ständig. Zweitens gebe es einen grossen Nachholbedarf, denn der Aufschwung sei an den Arbeitnehmern bisher spurlos vorbeigegangen – in den letzten drei Jahren gab es nur Nullrunden.
Zwei bis Vier Prozent für alle
Je nach Branche und Unternehmenssituation fordert Travailsuisse deshalb Lohnerhöhungen von zwei bis vier Prozent. Ausserdem rät die Travailsuisse, dass bei individuellen Lohnmassnahmen Zurückhaltung geübt werden soll – lieber soll man an generelle Lohnerhöhungen denken. Wie die Unternehmungen auf diese Forderungen reagieren werden, wird sich wohl aber erst bei den kommenden Lohnrunden zeigen.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
– «Ostschweizer Wirtschaft geht es blendend», (06.08.2007)



























