«Vielleicht werde ich in Waldstatt pensioniert»
Waldstatt. Letzten Freitag feierte Roland Kaufmann sein 20-jähriges Primarschul-Jubiläum. Auch Schulpräsidentin Monika Bodenmann gratulierte.
An einem strahlenden Freitag konnte Schulpräsidentin Monika Bodenmann-Odermatt fast das gesamte Lehrerteam, die Schulleitung sowie Vertreter der Schulkommission begrüssen. Sie bedankte sich bei Roland Kaufmann im Namen des Gemeinderates, der Schulkommission und der Schulleitung für sein langjähriges Engagement und für seinen Beitrag zur heutigen guten Qualität der Schule Waldstatt.
Aus einem wurden 20 Jahre
Als Roland Kaufmann 1987 als Lehrer nach Waldstatt kam, war eigentlich vorgesehen ein Jahr der Primarschule zu dienen. «Da ich mich vom Gemeinderat, der Schulleitung und der Lehrerschaft sehr gut getragen fühlte, war ich gerne bereit, weiterhin in der Primarschule Waldstatt zu arbeiten. Für diesen Schritt verwarf ich meine Pläne und richtete meine Perspektiven auf die Schule in Waldstatt.», so Kaufmann. Seinen Beruf mit den Schülern der vierten bis sechsten Klasse liebe er. Es sei das Schönste, die Entwicklung der Kinder zu beobachten.
Motiviert durch Klassengeist
Sein Ziel ist es, bei jeder neuen Klasse einen guten Geist hinein zu bringen. «Verfügt eine Klasse über einen tollen Zusammenhalt und führt man zusammen einen offenen Unterricht, so ist es viel einfacher zu lernen und das Unterrichten macht für einen Lehrer doppelt Spass», sagt er. Stimme der Klassengeist nicht, sei das Lehrersein ein ganz anderer Beruf. Zudem setzt der verheiratete und vierfache Familienvater auf ein Zusammenspiel zwischen den drei verantwortlichen Parteien. «Eine offene Beziehung zu den Schülern und deren Eltern ist mir sehr wichtig. Es erleichtert die Arbeit extrem.» Ans Aufhören habe er in den vergangenen 20 Jahren nie gedacht.
Viel hat sich nicht Verändert
An seinem Beruf hat sich seiner Meinung nach nicht viel verändert. «Es sind immer Kinder, die zu mir in die Klasse kommen. Kinder, die sich in der Entwicklung befinden und lernen wollen. Der Punkt, der sich am meisten verändert hat, ist die Ansicht der Eltern. Das Dreieck Lehrer, Kind, Eltern harmoniert mehr, da man sich offener gegenüber Ansichten des anderen verhält. Vor allem ist es das Erziehungsspektrum, das sich über all die Jahre ausgeweitet hat», so Kaufmann.
Vielfältige Persönlichkeit
Lesen, Familie, Natur und das Wandern. Das sind nur wenige Hobbys von Kaufmann. Genau so würden ihn auch Einblicke in diverse andere Berufssparten reizen. Mehrere Tage betätigte er sich schon in einem Malergeschäft. Aber auch das Gastgewerbe oder Fabrikarbeiten würden den Lehrer reizen. Wie lange er noch der Schule Waldstatt dienen wird, werde die Zukunft zeigen. «Vielleicht werde ich in Waldstatt pensioniert.»



























