Vertragskündigung Sekundarschule
Trogen/AR. Im Sommer 2009 hat das Departement Bildung den Sekundarschulvertrag auf Ende des Schuljahres 2013/14 gekündigt. Der Gemeinderat beantragt nun dem Regierungsrat, die Kündigung zurückzunehmen.
Begründet wurde die Kündigung im letzten Sommer mit der bevorstehenden Neuorganisation der Oberstufe. Sowohl die Vertragsgemeinden als auch die Sekundarschule erachteten die Kündigung durch das Departement Bildung als verfrüht, da zu diesem Zeitpunkt der Inhalt des Berichtes zur künftigen Entwicklung der Volksschule und insbesondere der Sekundarstufe I noch gar nicht bekannt war.
In der Zwischenzeit läuft das Konsultationsverfahren zu diesen Berichten. Die zum Teil harsche Kritik am Bericht des Departementes Bildung wird wohl dazu führen, dass das Gesetzgebungs- und Umsetzungsverfahren für die Neuorganisation der Oberstufe nicht wie vorgesehen bis 2014/15 abgeschlossen sein wird.
Dies wiederum bedeutet, dass ab 2013/14 ein «vertragsloser» Zustand für die Sekundarschule Trogen-Wald-Rehetobel entsteht. Ein solcher Zustand ist für alle Beteiligten ein Unsicherheitsfaktor, insbesondere auch für die Lehrpersonen der Sekundarschule. Allfälllige frühzeitige Verhandlungen über einen neuen Vertrag oder für eine Übergangslösung sind angesichts fehlender konkreter Fakten und Vorentscheide nicht möglich.
In dieser Situation der Unsicherheit beantragt der Gemeinderat Trogen deshalb dem Regierungsrat, die Kündigung zurückzunehmen, bis Klarheit über die Neuorganisation der Sekundarstufe I im Kanton herrscht. Der Kanton verbaut sich mit einem Rückzug der Kündigung keine Möglichkeiten für eine künftige Neuorganisation der Oberstufe, weil ein neues Schulgesetz ohnehin jegliche bestehenden Verträge auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens aufhebt, die der neuen Gesetzgebung widersprechen.



























