Verteilung Alkoholzehntel
Der Regierungsrat von AR hat über die Verwendung der Mittel aus dem Alkoholzehntel entschieden. Fast 200’000 Franken gehen an Institutionen und Organisationen, die sich aktiv in der Prävention und in der Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs engagieren.
Die Eidgenössische Alkoholverwaltung überwacht den Schweizerischen Alkoholmarkt und erhebt Steuern auf den konsumierten Alkohol. Die Besteuerung von Spirituosen und anderen alkoholischen Getränken soll helfen, deren Konsum zu verringern. Gleichzeitig bildet die Fiskalabgabe einen Beitrag zur Deckung der durch den Alkoholkonsum verursachten sozialen Kosten. Der Reinertrag aus der Steuer geht zu 90 Prozent an den Bund und zu 10 Prozent (Alkoholzehntel) an die Kantone. Die Kantone müssen den Alkoholzehntel zur Bekämpfung des Alkoholismus, des Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs verwenden.
2008 beträgt der Ausserrhoder Anteil am Alkoholzehntel rund 191’000 Franken. Zusammen mit der Verzinsung des Ausgleichsfonds standen dem Regierungsrat insgesamt 198’000 Franken zur Verfügung. An seiner Sitzung vom 9.September 2008 hat er entsprechend Beiträge an Institutionen und Organisationen im Bereich Sucht zugeteilt; die Gelder werden zur Verhütung und Prävention, Früherfassung, Behandlung und Nachsorge sowie zur Forschung, Aus- und Weiterbildung verwendet.
Mit dem neuen Gesundheitsgesetz und der seit Anfang Jahr gültigen Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden (KFA) erhält neu die Beratungsstelle für Suchtfragen einen grösseren Anteil aus dem Alkoholzehntel; die Gemeindebeiträge an diese Beratungsstelle fallen weg. Dafür entfällt für die Gemeinden neu der Anteil, der früher aus dem Alkoholzehntel an die Sozialberatungen und Sozialen Dienste der Gemeinden ging. Neben der Beratungsstelle für Suchtfragen erhalten weitere verschiedene Organisationen eine Unterstützung aus dem Alkoholzehntel, wie z.B. das Blaue Kreuz, die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft (AGG), das Wohnheim Kreuzstrasse in Herisau oder der Appenzellische Hilfsverein für Psychisch Kranke in Herisau. Auch in diesem Jahr wird die Pausenapfelaktion mitfinanziert.



























