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Versteckte Schätze auf dem Dachboden

Frauenfeld. Wer wollte nicht schon einmal wissen, ob der staubige Fund auf dem Dachboden oder das silberne Erbstück echt und wertvoll ist? Der Bestimmungstag der drei kantonalen Museen könnte darüber Klarheit bringen.

Organisiert wird der Anlass, bei dem man seine Funde, Feriensouvenirs und mögliche Schätze bestimmen lassen kann, von den drei kantonalen Museen in Frauenfeld: dem Historische Museum, dem Museum für Archäologie und dem Naturmuseum.

Am Bestimmungstag, der nun schon zum elften Mal stattfindet, habe man schon den einen oder anderen Schatz bestimmen können, bestätigt Herr Geisser, Leiter des Naturmuseums, die Anfrage von thurgau24.ch. Er meint dabei zwei besonders aussergewöhnliche Funde: «Ganz speziell war es, als wir ein seltenes Totenmessebuch aus dem Jahre 1726 zu Gesicht bekamen. Bei diesem Totenmessebuch handelte es sich um ein religiöses Werk, welches sich mit den Toten-Bräuchen und Riten dieser Zeit befasst. Wir konnten der Person, die uns dieses Buch gezeigt hatte, versichern, dass es sich dabei um ein sehr seltenes und auch wertvolles Buch handle.»

Eine genaue Preisschätzung mache das Museum aber nie. «Wir unterliegen dem Kodex der ICOM, der internationalen Museumsvereinigung, in welchem es unter anderem auch heisst, dass Museen keine Preisschätzung machen sollen», erklärt Geisser. «Interessierten Personen, die den Preis wissen wollen, vermittelt man aber entsprechende Kontakte zu Fachleuten oder Institutionen.»

Beim zweiten Fund, der besonders spannend gewesen sei, wurde den Experten vom Museum ein Beil aus der Bronzezeit vorgelegt, so Geisser. Das Beil hatte ein Mann auf seinem Acker im Thurgau entdeckt. «Dieser Fund war besonders interessant für die Archäologie und für den Kanton Thurgau selbst, denn bis dahin hatte niemand an der Fundstelle solche Gegenstände aus der Bronzezeit erwartet.»

Der Normalfall seien aber solche kleinen Sensationsfunde nicht. Trotzdem gebe es viele Leute, die schon mit Lanzenspitzen aus dem Mittelalter oder alten römischen Münzen zu ihnen gekommen seien.

Die meisten Leute, die an den Bestimmungstag kommen, stammen aus dem Grossraum Frauenfeld und Wil. «Es ist also doch eine eher regionale Sache, aber natürlich dürfen auch Interessierte aus St.Gallen zu uns kommen.», sagt Geisser.

Archäologen, Historiker, Kunsthistoriker, Volkskundler, Numismatiker und Biologen stehen mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Je nach Gegenstand versuche man diesen einer bestimmten Epoche oder einem Hersteller zu zuordnen. Auch die Frage nach Echtheit, Bedeutung und ob er wertvoll sei, versuche man zu beantworten. «Nur einen Preis nennen wir nie. Da können die Leute noch auch ein zweites Mal nachfragen, da bleiben wir hart.»


Der Bestimmungstag findet statt am Samstag, 25. Oktober, von 10 bis 16 Uhr im Museum für Archäologie Thurgau an der Freie Strasse 26 in Frauenfeld.

Längere Wartezeiten müssen in Kauf genommen werden. Ganz wichtig: Es werden maximal drei Gegenstände pro Partei bestimmt.

ThurgauThurgau / 21.10.2008 - 08:29:00