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Vermisster Speedflyer lebend geborgen

Lauterbrunnen/BE. Der seit vergangenem Samstag in der Region Lauterbrunnen vermisste Speedflyer konnte am Dienstagnachmittag lebend geborgen werden. Er hatte ausserordentliches Glück im Unglück und ist bis auf eine Fussverletzung gesund, aber erschöpft.

Der 35-jährige Engländer war zusammen mit zwei Kollegen am Samstagnachmittag
auf dem Jungfraujoch zum Speed Flying aufgebrochen. Während seine Kollegen in
Lauterbrunnen sicher landen konnten, blieb der Mann aber verschollen. Die
Kantonspolizei Bern leitete daraufhin eine grossangelegte Suchaktion am Boden und
in der Luft ein. Beteiligt waren die SAC-Rettungsstation Lauterbrunnen, sowie
Helikopter der Rega, von Air Glaciers und der Schweizer Armee. Diese wurde auch
am Sonntag und Montag fortgesetzt. Zusätzlich waren Hundeführer in dem
unwegsamen Gebiet abgesetzt worden.

Schliesslich konnten am Dienstag private Suchtrupps – Kollegen des Vermissten –
den Mann im Gebiet der Trümmelbachschlucht orten und weitere Hilfe organisieren.
Er konnte unter Beizug eines Helikopters der Air Glaciers mittels Longline geborgen
und zur Kontrolle ins Spital gebracht werden. Der Mann ist müde und erschöpft, bis
auf eine Verletzung am Fuss aber unversehrt.

Gemäss ersten Angaben des Mannes war er nach dem Start auf dem Jungfraujoch in
der Region Trimmleten in Schwierigkeiten geraten und musste daraufhin in der
Trümmelbachschlucht im Wasser notlanden. Es gelang ihm, seinen Schirm zu lösen
und über einen Baumstamm ans Ufer zu gelangen. Die Suchhelikopter habe er mehr
als 15 Mal gesehen, sich aber offensichtlich nicht bemerkbar machen können.
Schliesslich habe er dann aus Holzstücken den Schriftzug SOS auf den Boden
geschrieben, bevor er dann gefunden worden war.

Nach seiner Bergung stellte der Gerettete im Helikopter selbst fest, dass es kaum
möglich gewesen sei, ihn in der bis 80 Meter tiefen Schlucht aus der Luft zu
entdecken. Er zeigte sich überglücklich und dankte insbesondere seinen Kollegen und
den Rettern. Gemäss Angaben von Gebirgsspezialisten hatte er ausserordentlich
grosses Glück im Unglück, ist doch in der Region ein Wetterumsturz vorausgesagt.

BernBern / 19.09.2012 - 08:45:19