Verhaftung nach Vorfall mit Bombenattrappe
Basel/BS. Montag, 27. April 2015. Wie berichtet, wurde am Freitag, 24. April 2015, 16.00 Uhr, beim Tinguely-Brunnen in Basel ein sprengsatzverdächtiger Gegenstand entdeckt. Der Platz sowie die angrenzenden Gaststätten mussten darauf evakuiert werden. Es gab keine Verletzten. Noch am Freitagabend wurde eine 20-köpfige Sonderkommission für die Untersuchung des Vorfalls eingesetzt.
Die intensiven Abklärungen führten am Sonntagnachmittag, 26. April 2015, zur Festnahme eines 16-jährigen Schweizers und seiner 18-jährigen deutschen Freundin. Die mutmasslichen Täter werden beschuldigt, den Koffer beim Tinguely-Brunner abgestellt zu haben.
Erste Ermittlungen und Befragungen ergaben, dass die beiden den Gegenstand mit einer vom Jugendlichen zusammengebauten Bombenattrappe zum Tinguely-Brunnen gebracht und danach dem weiteren Geschehen zugeschaut hatten.
Das Motiv ist zur Zeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die weiteren Abklärungen durch die Kriminalisten der Staatsanwaltschaft und der Jugendanwaltschaft werden zeigen, ob und wie weit weitere Personen involviert sind.
Die abschliessenden Untersuchungsergebnisse des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes der Stadtpolizei Zürich (WFD) stehen noch aus. Die bisherigen Einschätzungen des WFD‘s ergaben, dass sich im Koffer weder Sprengstoff noch ein Zündmechanismus befunden hatten. Alles deute darauf hin, dass es sich um eine sehr gut gemachte Attrappe handelte.
Gegen den Jugendlichen wurde durch die Jugendanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Die bereits erwachsene Frau wird dem Zwangsmassnahmengericht mit dem Antrag auf Untersuchungshaft zugeführt. Die Sonderkommission wurde aufgehoben.



























