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«Verein Metropolitanraum Zürich»

TG/SG. Der Metropolitanraum Zürich will noch stärker werden. Am Freitag haben Vertreter aus acht Kantonen und 65 Städten und Gemeinden in Frauenfeld den «Verein Metropolitanraum Zürich» gegründet.

Präsident ist der Zürcher Regierungsrat Markus Notter.
 
Der Verein übernimmt die Trägerschaft der Metropolitankonferenz Zürich und vertritt damit die gemeinsamen Interessen für die Entwicklung der Grossregion. Beteiligt sind die Kantone Zürich, Luzern, Schwyz, Zug, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Aargau.
 
«Der Wirtschafts- und Lebensraum Zürich ist wichtig und eine engere Zusammenarbeit daher gut für den Raum und für die ganze Schweiz,» betonte Markus Notter. Wichtigstes Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Standort-Attraktivität für Wirtschaft und Menschen zu erhalten und auszubauen.
 
Bessere Aussenwirkung
Dabei geht es weniger um die Vermarktung, sondern vielmehr um eine bessere Zusammenarbeit, Vernetzung und Bündelung der Interessen. «Mit der Zusammenarbeit erreichen wir auch eine stärkere Aussenwirkung. Nach aussen muss man zusammenstehen,» betonte Benedikt Würth, Stadtpräsident von Rapperswil Jona SG.
 
Vor allem die Abstimmung auf Verwaltungs- und Regierungsebene soll vertieft werden und die Region mehr Gewicht innerhalb der Schweiz bekommen. Die Beteiligten arbeiten seit über zwei Jahren an diesem Projekt. Mit der Gründung des Vereins hat der Zusammenschluss nun eine feste Organisationsstruktur erhalten.
 
Überregionale Lösungen

In den früheren Metropolitankonferenzen haben die Mitglieder bereits Ziele entwickelt, die festlegen, was die Beteiligten gemeinsam erreichen wollen. Diese Visionen wurden nun verabschiedet. Sie bilden auch die Grundlage für die Aktionsprogramme, die jährlich erarbeitet werden.
 
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen vier Bereiche, nämlich Wirtschaft, Gesellschaft, Lebensraum und Verkehr. Arbeitsgruppen aus Verwaltung und Wissenschaft erarbeiten Themen und entwickeln Ideen. Die Metropolitankonferenz bietet eine Koordinationsplattform für überregionale Lösungen.
 
Mit Verkehr beschäftigen sich die ersten beiden Projekte, die die Konferenz in Angriff nehmen will. Dabei geht es zum einen um die bessere Verbindung der Zentren innerhalb des Metropolitanraums, zum anderen um die Anbindung an andere Metropolitanräume, wie beispielsweise München.
 
Bevölkerung wächst
Die Vereinsstatuten sehen zwei gleichberechtigte Kammern vor: eine für die Gemeinden und eine für die Kantone. Als geschäftsführender Ausschuss fungiert der Metropolitanrat. Benedikt Würth wurde zum Vizepräsident des Metropolitanrates gewählt. Das Budget umfasst 300’000 Franken pro Jahr.
 
Heute zählt der Metropolitanraum Zürich gemeinsam mit der Agglomeration Luzern rund 1,9 Millionen Einwohner. Bis 2030 rechnet die Konferenz mit einem Bevölkerungswachstum von 250’000 Personen und einer Verkehrszunahme von 20 Prozent. Die nächste Metropolitankonferenz findet am 4. Dezember statt. Dann
soll auch das erste Aktionsprogramm verabschiedet werden.
 

ThurgauThurgau / 03.07.2009 - 15:45:41