Verbieten wir doch auch das «Sonnenbad»
Kommentar. Die Verbotswelle erfasst die Schweiz. Können wir bald nur noch zuhause frei leben?
Das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und Restaurants wird verboten.
Der Kauf von Alkohol soll nur bis zu einer gewissen Uhrzeit erlaubt sein.
Psychotherapeuten fordern ein Verbot für gewalttätige Videospiele.
Die EVP hätte am liebsten überhaupt keine Werbung mehr, die in irgendeiner Form mit Sex im Zusammenhang steht.
Und nun will Innerrhoden Poker-Turniere ausserhalb von Casinos verbieten.
Dass der Schweizer Casino Verband ebenfalls für den letzten Punkt eintritt, überrascht nicht. Schliesslich will man die Spieler in den eigenen vier Wänden behalten.
Damit wird eines klar: Bei sämtlichen Verboten gibt es immer ein Pro und ein Contra. Es gilt dabei die Eigeninteressen möglichst gut zu vertreten. Das wird auch bei sämtlichen Einschränkungen der Fall sein, die in den nächsten Monaten und Jahren noch auf uns zukommen.
Die Frage aber bleibt jeweils dieselbe: Wie viel von der eigenen Freiheit müssen wir dabei stets abgeben? Wann können sich die Bürger endgültig für unmündig erklären lassen?
Fettleibigkeit ist bekanntlich ungesund. Ein Sonnenbrand ebenfalls. Auch davor sollte uns der Staat eigentlich schützen. Wir warten auf Vorstösse.
Was halten Sie von der Verbotswelle? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an redaktion@appenzell24.ch



























