
Verantwortliche hoffen auf Abschreckung
Die St. Galler Staatsanwaltschaft und die Polizei haben Bilder von 18 Männern ins Internet gestellt, die verdächtigt werden, im «Espenmoos» randaliert zu haben. Fussball-Funktionäre hoffen auf eine präventive Wirkung.
Michael Hüppi, Präsident des Fussball-Klubs St. Gallen und Rechtsanwalt, findet es richtig, dass die Ermittlungsbehörden die Bilder der mutmasslichen Randalierer im Internet veröffentlicht. Die Methode sei vernünftig, sagte Hüppi gegenüber der SDA. Der FCSG-Präsident erhofft sich von der Aktion eine präventive Wirkung.
Hüppi ist überzeugt, dass der Grossteil der Fans des ältesten Fussball-Klubs der Schweiz gegen Gewalt in Stadien sei. Nach wie vor gelte für die ausgeschriebenen Personen die Unschuldsvermutung. Keinen Anlass sieht Hüppi, die Fahndungsfotos auf der Homepage des Klubs zu veröffentlichen. Das sei Sache der Ermittlungsbehörden.
Peter Stadelmann, Präsident der Swiss Football League (SFL), findet es bedauerlich, dass es überhaupt zu dieser Fahndungsmethode hat kommen müssen. Grundsätzlich sei die Liga aber dankbar für jeden Schritt, der zu einem Rückgang der Gewalt in Stadien führe.
Die Datenschutzbeauftragte des Kantons St. Gallen, Corinne Suter Hellstern, sagt, sie gehe davon aus, dass die Aktion der Behörden verhältnismässig sei. Im Moment gehe sie der Sache nicht nach.
Ältere Artikel zu diesem Thema:
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– «Wer kennt diese Männer?» vom Dienstag, 20. Januar 2009