Vandalen hinterlassen Spuren
Appenzell. Die Sachbeschädigungen in Appenzell Innerrhoden häufen sich. Wie wird dagegen vorgegangen?
Auf der letzten Verwüstungstour durch das Dorf, in der Nacht auf den 14. und 15. Juni, wurden Schachtdeckel entfernt, Betonsockel umgeworfen und Signalisationen versperrt.
Wie gedenkt die Polizei, gegen diese Zerstörungswut vorzugehen und worin sehen sie allfällige Ursachen, appenzell24.ch befragte den stellvertretenden Mediensprecher sowie den Chef der Verkehrs- und Einsatzpolizei.
«Von Wochenende zu Wochenende»
Weder die EURO 08 noch das Volkstanzfest in Herisau können als Ursache für die Vandalen am vergangenen Wochenende herbeigezogen werden. „Die Sachbeschädigungen halten sich im üblichen Rahmen und wiederholen sich von Wochenende zu Wochenende“, bedauert Bruno Rusch, Chef der Verkehrs- und Einsatzpolizei Appenzell Innerrhoden. „Es werden keine extrem hohen Sachschäden verursacht, aber aufgrund der Häufigkeit sind es eklige Vorfälle.“ Die Gründe hinter dem aggressiven Verhalten sieht Bruno Rusch im Alkoholkonsum.
Gleiche Täterschaft?
Während der nächtlichen Polizeipatrouille am vergangenen Wochenende stellte die Polizei einen Verwüstungsweg in einer Nord-Süd-Achse quer durch das Dorf fest. Den Aussagen von Roland Koster, stellvertretendem Mediensprecher, zufolge, mutmasst die Polizei, dass es sich bei der Täterschaft immer um die gleiche Personengruppe handle. „Belegen können wir das aber noch nicht“, bemerkt er.
Erste Hinweise
Die Zeugenaufrufe in verschiedenen Medien brachten erste Hinweise zutage, denen die Polizei nachgehen wird, so Roland Koster. Zwischen den Vorfällen von der Nacht auf den Samstag und derjenigen auf Sonntag bestehe eine Ähnlichkeit. Dennoch würden sie sich in der Art und Weise unterscheiden, sagt Koster und ergänzt: „Das Einwerfen von Scheiben hat einen anderen Schweregrad als das Ausreissen von Blumen.“
Jugendliche Täterschaft vermutet
Konkret auf diesen Vorfall hin, bei dem das Wirken einer jugendlichen Täterschaft vermutet wird, betreibe die Polizei keine Prävention in Institutionen wie Schulen. Jedoch wird den Oberstufenschülern im Rahmen der jährlichen Verkehrsinstruktion aufgezeigt, welche Konsequenzen ein Strafverfahren haben kann“, so Roland Koster.
Kontrollen verstärkt
Aufgrund der wiederkehrenden Vandalen hat die Polizei ihre Kontrollen an den Wochenenden verstärkt. Sie wird mit sichtbaren und verdeckten Gesetzeshütern patrouillieren. Die Schwierigkeit, meint Bruno Rusch, liege hauptsächlich darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Mit verstärkten Kontrollen könnte dem vielleicht entgegen gewirkt werden, damit Appenzell zukünftig wieder in seiner ganzen Blumenpracht in ganzen Töpfen und mit unberührten Scheiben an seinen traditionellen Bauernhäusern glänzt.



























