
Urvertrauen als Erfolgsfaktor im Personalmanagement
Gossau/SG. Die Balance zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit fordert Personalverantwortliche heraus. Rund 350 Teilnehmer wollten mehr zu dieser Thematik erfahren und haben am 5. Ostschweizer Personaltag teilgenommen.
Mitarbeitende, die ein Urvertrauen ins Unternehmen entwickeln, seien wichtige Erfolgsfaktoren für ein Unternehmen, so Antoinette Hunziker, Gründungspartnerin der Forma Futura Invest AG und eine der Referentinnen am Personaltag.
«Für Personalverantwortliche gilt es, Mitarbeitenden genügend Stabilität sowie auch genügend Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem müssen sie gegenüber Entscheidungen des Managements selbstbewusst und reflektiert reagieren. Nur dann können Mitarbeitende ein Urvertrauen in das Unternehmen entwickeln», erklärte Antoninette Hunziker, CEO und Gründungspartnerin der Forma Futura Invest AG. Dieses Urvertrauen sei ein wichtiger Grundstein, damit ein Mitarbeitender seine volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen könne. Die Referentin wies in ihrem Referat auch darauf hin, dass die Leistungsbewertung ein sehr wichtiges Glied in der Mitarbeiterförderung sei. Sie empfiehlt, Mitarbeitende immer nach dem zu bewerten, was sie getan und erreicht haben und nicht aufgrund persönlicher Eigenschaften, Fähigkeiten oder Ausbildung.
Fordern und fördern
Ob in der Medizin, an der Börse, in der Forschung oder bei der Rega: Fordern und fördern müssen klar aufeinander abgestimmt sein. Die Referentinnen und Referenten beleuchteten das Thema eindrücklich aus unterschiedlichen Perspektiven. So zeigte Prof. Dr. med. Thierry Carrel (Universitätsklinik Bern) einerseits auf, zu welchen Höchstleistungen der Mensch fähig ist. Andererseits schilderte er seine Erfahrungen aus dem Alltag eines Herzchirurgen. Christoph Küffer (peopleWORKS) präsentierte vier Erfolgsfaktoren, die für Veränderungsprozesse unabdingbar sind, nämlich die Beweggründe, das Lernen, die Führung und die Kosten. Fachkarrieren werden im Paul Scherrer Institut systematisch geplant, wie Ursula Schmid, Leiterin Personal des PSI, am Personaltag ausführte. Den Abschluss der Referate bildeten Thilla Häberli und Andrea Walser der Rega. Sie brachten eine Brise Flugluft in den Fürstenlandsaal und berichteten über ihre Einsätze, bei denen jede Sekunde zählt.
Mit Humor geht es leichter
Ins Dickicht des Absurden entführten die beiden Überraschungsgäste «Stahlbergerheuss» die Besucherinnen und Besucher des 5. Ostschweizer Personaltags. Sie wateten mit ihnen kurz vor der Pause in die Untiefen des Lebens, zogen einen Schuh voll Nonsens heraus und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Die beiden Komiker boten damit eine willkommene Auflockerung, um gestärkt in den zweiten Teil der Referate zu starten. Moderiert wurde der gesamte Personaltag von Mascha Santschi. Die Organisatoren zeigen sich zufrieden mit der Veranstaltung. Vor allem die 125 Teilnehmenden, die die Workshops am Morgen besuchten, übertrafen die Erwartungen der Veranstalter.
Die Partner des Personaltags
Die Organisatoren freuen sich, dass die 5. Durchführung auf gute Partnerschaften bauen konnte. Zum fünften Mal übernahm die «Freie Erfa-Gruppe Personal, Ostschweiz» (FEP) das Patronat der Veranstaltung. Als Hauptsponsoren unterstützen der Stellenmarkt des Tagblatts, ostjob.ch, und die Premium-Job AG die Veranstaltung. Die CSS Versicherung, die Akademie St.Gallen, die FHS St.Gallen (Management-Weiterbildungszentrum) und der Kaufmännische Verband Ost treten als Co-Sponsoren auf. Als Mediensponsoren unterstützen HR Today, Organisator, der Schweizer Arbeitgeber und das Ostschweizer Unternehmermagazin LEADER den Anlass. Unterstützung in Form von Sachleistungen erfolgt durch Thurella und die avedia ag sowie die Gottlieber Spezialitäten AG.