Urschweiz präsentiert sich «CHärngsund»
Olma. Angeführt von Innerschweizern in historischer Kleidung zog heute morgen der Festumzug der 65. Olma durch die St.Galler Innenstadt.
Dichte Zuschauerreihen säumten am Samstag die Strassen entlang des Umzugs vom St.Galler Bahnhof durch die Innenstadt bis zum Olmagelände. Zehntausende wollten das bunte Treiben mitverfolgen.
In der Urschweiz ist das historische Brauchtum auch noch heute lebendig: Über 40 Umzugsnummern mit rund 1500 Teilnehmenden präsentierten die «CHärngsund» Gastkantone Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden.
Sinnliches Erlebnis
Zum Stoff, aus dem das Urschweizer Brauchtum gemacht ist, gehören auch die Tellspiele Altdorf. Die Theatergesellschaft, welche sich ganz der Heldensage von Wilhelm Tell verschrieben hat, folgte auf den Harst der einzelnen Kantone in historischen Gewändern.
Guggenmusiken und traditionelle Fasnachtgesellschaften machten den bunten und fröhlichen Umzug auch zu einem sinnlichen Erlebnis. Frech und mit viel Witz wurden die Zuschauern miteinbezogen.
Zum Schmunzeln regte auch der Auftritt der Muothataler Wetterschmöcker an. Angesichts des milden Herbstwetters war so manch verpatzte Wetterprognose schnell verziehen.
Welttheater und Trachtenwelt
Schaurig-schön mutete der Vorbeizug das Einsiedler-Welttheater an. Die Welttheater-Gesellschaft hat eine Teil ihres Ensembles nach St.Gallen entsandt. Und plötzlich bliess in St.Gallen der Endwind und es roch nach Weihrauch.
Ansonsten ging es durchwegs munter und lüpfig zu und her: Lautstarke Musikvereine, bunte Trachtengruppen und gewandte Fahnenschwinger brachten einen Hauch Urschweiz in die Gallusstadt.
Der Festumzug war auch ein Ausflug in die Berge: mit der Drehgondelbahn Stuckli Rondo, der Furka Dampfbahn, der Gotthardpost oder der Pilatus Bahn. Urschweizer sind sportlich: Bergsteiger, Langläufer und Skispringer liessen ihre Muskeln spielen.
Mit Peitschen und Trompeten
Auch an das kulinarische Wohl der Zuschauer wurde gedacht: Das Klosterdorf Einsiedeln lieferte einen gehörigen Schluck Bier. Und auch Früchte, Käsespezialitäten und allerlei Leckereien wurden verteilt. Mit letzten Peitschenhieben und dem Schellen schwerer Kuhglocken verabschiedete sich der Zug in Richtung Olma-Gelände.
Nach dem Umzug folgt am Nachmittag der Festakt in der Arena. Blasmusik, Trachtenchörli, Tambourenvereine sowie die Einfahrt der Gotthard-Kutsche umrahmen die Grussworte der St.Galler Regierungspräsidentin Kathrin Hilber, des Urner Landesstatthalters Isidor Baumann sowie von Hanspeter Egli, Direktor der Olma.



























