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Urnäsch unter einer Nebelwolke

Urnäsch. Technischer Defekt: Ein aufsteigender Rauch jagte den Bewohnern lange grossen Schrecken ein.

Seit September wird vom Wärmeverbund Urnäsch AG eine mit Holzschnitzel befeuerte Heizung betrieben. Wegen eines technischen Defekts stieg aus der Heizzentrale dichter Rauch auf, welcher die Bewohner wochenlang beunruhigte. Wo bleibt die umweltfreundliche Heiztechnologie?

Seit über vier Monaten ist Urnäsch heiztechnisch einen Schritt voraus. Im September vergangenen Jahres wurde vom Wärmeverbund Urnäsch AG eine mit Holzschnitzeln befeuerte Heizzentrale in Betrieb gesetzt. Kurze Zeit später sorgte die neue Einrichtung jedoch bei einigen Bewohnern von Urnäsch für grosse Verwirrung: Während die Verbrennung lief, stieg laut Berichten einiger Anwohner Rauch auf, der das Dorf teilweise wie eine «dichte Wolke» verschleierte. Einmal wurde angeblich sogar beobachtet, wie «blauer Rauch» aufstieg. Diese Vorfälle riefen bei den Urnäschern schliesslich den einen oder anderen Zweifel an der sonst umweltfreundlich geglaubten neuen Heiztechnologie hervor.

Defekter Elektrofilter als Auslöser
Dr. Hanspeter Walser, Verwaltungsratspräsident des Wärmeverbunds Urnäsch AG, bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass an den Beschwerden der Einwohner etwas dran ist: «Es gab Probleme mit dem Elektrofilter. Dieser ist ausgestiegen, was den aufsteigenden Rauch zur Folge hatte.» Steigt der Elektrofilter aus, nimmt man den austretenden Wasserdampf als dichten Rauch wahr. «Normalerweise sind keine Emissionen in der Luft zu sehen. Abgase entstehen bei dieser Heiztechnologie ohnehin nicht», so Walser. Dieser Vorfall ist laut Walser darauf zurückzuführen, dass es sich bei dem Elektrofilter um neuste Technologie handelt. Immerhin nimmt Urnäsch beim Einsatz von erneuerbarer Energie eine Spitzenstellung ein. Der Wärmeverbund Urnäsch AG hatte deshalb mit gewissen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen.

«Störungen kann es immer geben»
Nun sollten die Urnäscher jedoch keinen Rauch mehr aufsteigen sehen. Der Filter wurde repariert und die Probleme damit beseitigt. Laut Walser hat der Wärmeverbund soweit alles gut im Griff: «Eine Störung kann es immer geben. Wenn so etwas wieder passiert, alarmieren wir die zuständige Firma sofort. Immerhin haben wir auf diese Technologie ein Jahr Garantie.» Bild in Grossansicht

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 30.01.2008 - 15:01:00