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Urnäsch greift nach den Sternen

Urnäsch. In einem zuvor baufälligen Schopf hat ein Arzt eine Sternwarte eingerichtet, die viele Einblicke in die Astronomie erlaubt.

In einem zuvor baufälligen Schopf beim Gemeindealtersheim Chräg hat der St.Galler Arzt Marcel Baer eine Sternwarte eingerichtet, die Einblick in die fantastische Welt der Astronomie erlaubt. Behördenmitglieder und weitere Gäste waren dieser Tage zur Eröffnung der Sternwarte eingeladen.

Es war vor gut zwei Jahren, als sich der in St.Gallen praktizierende Allgemeinmediziner Marcel Baer bei den Urnäscher Behörden erkundigte, ob es auf dem Gemeindegebiet nicht irgendwo eine Möglichkeit für die Einrichtung einer Sternwarte gebe. Wichtigste Bedingung war, möglichst kein Lichtsmog beziehungsweise kein Fremdlicht, wird doch dadurch die Beobachtung der Gestirne erschwert, wenn nicht sogar verunmöglicht.

Der baufällige Schopf, der zu der Liegenschaft Gemeindealtersheim Chräg gehört, erwies sich als geeignet. Mit der Zustimmung des Gemeinderats Urnäsch zum entsprechenden Nutzungsvertrag und nach der Erteilung der nötigen Bewilligungen von Gemeinde und Kanton stand dem Aufbau der Sternwarte Urnäsch dann nichts mehr entgegen.

Aus Schopf wurde Sternwarte
Im Verlaufe der vergangenen zwölf Monate hat Marcel Baer, er wohnt in Abtwil, nun mit tatkräftiger Hilfe seiner Ehefrau Rosmarie, seinem Sohn und dem Schwiegersohn nicht nur eine hohen Ansprüchen genügende Sternwarte errichtet, sondern den Schopf zudem auf eigene Kosten saniert.

Neue Böden wurden eingezogen, die Fassade isoliert und erneuert sowie ein Demonstrationsraum, eine Küche und eine Werkstatt eingerichtet. Auf vier vom Gebäude unabhängigen und erschütterungsfrei fundierten Pfosten wurden die optischen Instrumente montiert.

Die drei Fernrohre (zwei Linsenfernrohre und ein Spiegelfernrohr) mit bis zu 250-facher Vergrösserung erlauben von der drehbaren Beobachtungskuppel auf dem Dach aus einen faszinierenden Blick in die unendliche Weite des Alls. Aus dem nicht sehr repräsentativen Schopf ist die «Sternwarte Grosser Baer» geworden.

Der Dank der Gemeinde
Anlässlich der Einweihung der Sternwarte im Beisein von Urnäscher Behördenmitgliedern und weiteren Gästen dankte Gemeindepräsident Stefan Frischknecht dem begeisterten Freizeit-Astronomen Marcel Baer für sein Engagement.

Die Sternwarte sei eine Chance für Urnäsch, stehe diese doch nach Voranmeldung zur Besichtigung offen und könne auch für Himmelsbeobachtungen von der Schule und von anderen Interessierten genutzt werden. Stefan Frischknecht gab der Hoffnung Ausdruck, dass die Sternwarte auch das Bewusstsein für den Lichtsmog fördere, erschwere doch die zunehmende Lichtverschmutzung den Blick in die Welt der Sterne.

Als Dank durfte Marcel Baer aus den Händen des Gemeindepräsidenten die Urnäscher Gemeindegeschichte sowie einen Gutschein für einen kulinarischen Ausflug in eine Urnäscher Gaststätte entgegennehmen.

Anschliessend führte Marcel Baer die Anwesenden durch die Sternwarte – allerdings verwehrte der dichte Nebel einen Blick auf die Krater des Mondes – und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte und die Welt der Astronomie. Er betonte, dass das Weltall noch heute voller Rätsel und Geheimnisse sei.

Die «Sternwarte Grosser Baer» ermögliche Ausblicke in eine Welt von Millionen von Sternen und von unvorstellbaren Distanzen von Millionen von Lichtjahren, die ausserhalb des menschlichen Vorstellungsvermögens liegen würden.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 03.12.2007 - 16:18:00