Urnäsch gewinnt umkämpftes Derby gegen Bühler
Fussball. Der FC Urnäsch verschafft sich nach dem Sieg gegen Bühler Luft im Abstiegskampf.
Abstiegskampf. Die Bühlerer hingegen warten nach einer apathischen ersten Halbzeit noch immer auf den ersten Dreier in diesem Frühling. Der Sieg der Hinterländer geht aufgrund deren grösseren Siegeswillen in Ordnung. Das Spiel – zwar kein hochstehendes – hatte einiges an Brisanz zu bieten.
Die Spieluhr zeigte noch keine 10 Sekunden an, als Bühlers Salihovic aus dem Mittelfeld herrlich lanciert, in Abschlussposition kam. Der Bühlerer wählte aber statt des direkten Abschlusses mit dem Dribbling die kompliziertere Variante und blieb hängen. Das war es dann für längere Zeit mit den Bühlerer Angriffsbemühungen. Die Urnäscher übernahmen die Initiative und zeigten auf dem tiefen Terrain die richtigen Tugenden.
Mit Kampf und Entschlossenheit stürmten sie aufs FC Bühler-Tor. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite schoss der in der Mitte völlig freistehende Philipp Scheuber unglaublich übers leere Tor. Der Ball streifte noch die Latte. Nach einer Viertelstunde eine weitere Grosschance für Urnäsch. Wieder schoss ein Urnäscher aus bester Position daneben. Der Ball sprang ihm genau im Moment der Schussabgabe unglücklich auf. Nur drei Minuten später erneut eine gute Möglichkeit der Gastgeber. Nachdem der angeschlagene und später verletzt ausgewechselte Nandor Gajdos bei Bühler überlaufen wurde, parierte Bühlers Yannick Frei einen Flachschuss bravourös.
Die Anhänger des FC Bühler mussten sich bis zur 32. Spielminute gedulden um die erste gelungene Angriffsaktion ihres Teams zu sehen. Nach einer Ballstafette Omerovic-Salihovic-Nagy, ging der Schuss Nagy’s haarscharf am Pfosten vorbei. Die Spieluhr zeigte die 36. Minute, als ein langer Ball aus Urnäschs Abwehr zu Philipp Scheuber kam. Dieser – zwar aus klarer Abseitsposition gestartet – erzielte im zweiten Anlauf das erste Tor im Spiel.
Urnäsch in der ersten Hälfte stärker
Mit der ersten Halbzeit durfte Bühlers Trainer Adi Rickert ganz und gar nicht zufrieden gewesen sein. Sein Team spielte zu passiv, hatte sicher auch Mühe mit den Platzverhältnissen, doch auch physisch waren sie nicht auf Augenhöhe mit dem Gegner. Kurz vor und nach der Pause brachte er deshalb einige frische Kräfte.
Die Mittelländer bemühten sich nun zwar mehr, kamen aber noch nicht zu zwingenden Chancen. Im Gegenteil, in der 57. Minute eine kuriose Szene. Nach einem wuchtigen Prellball im Mittelfeld, flog der Ball 50 Meter weit in Richtung Bühler-Tor. Yannick Frei konnte im Zurücklaufen und mit einem grossen Satz den Ball gerade noch fangen. Für den weit weg postierten Schiedsrichter wohl nicht zu erkennen, doch der Ball war klar hinter der Linie. Glück für Bühler. Kurz darauf musste der eben eingewechselte Haug verletzt wieder ausgewechselt werden. Bühler kam nun besser ins Spiel, auch weil sich der FC Urnäsch selber schwächte. Nach einem Leibchen zupfen sah Keles zu Recht die zweite gelbe Karte und musste vorzeitig unter die Dusche. Bühler konnte nun 30. Minuten in Überzahl spielen.
Platzverweis für Urnäsch – der FC Bühler holt 0:2 auf, verliert aber dennoch
In der 65. Minute wurde es brenzlig für Urnäsch. Zuerst scheiterte Lucas Arias mit einem Schuss am Torwart und danach flog der Ball nach Alex Rüeschs Aufsetzer- Kopfball statt unter, über die Latte. Mitten in der Druckphase der Gäste, erzielte Urnäsch das 2:0. Nach einem langen Ball stürmte Scheuber alleine auf Frei zu. Dieser konnte den Stürmer geschickt abdrängen. Die Aktion schien zu Ende. Doch Scheuber schaffte es, den Ball von der Grundlinie noch in die Mitte zu passen, wo Silvan Fuchs – im Gegensatz zu den sich im Kollektivschlaf befindenden Bühlerer Abwehrspieler – die Aktion weiterverfolgte und den Ball beim hinteren Pfosten über die Linie drückte. Die Schlussphase wurde trotz der Zwei-Tore-Führung sehr spannend, denn Bühler verkürzte sofort auf 2:1. Dieses Mal hatte Alex Rüesch mit seinem Kopfball mehr Glück. Der Druck des FC Bühler nahm zu. Rafael Schai wurde kurz darauf im Strafraum gefoult.
Zum Ärger für Bühler gab es nur Freistoss, statt Penalty, da der Unparteiische das Foulspiel ausserhalb des Strafraums sah. In der 78. Minute kam Nagy zu einer weiteren Chance. Ähnlich wie Urnäschs Scheuber in
der ersten Halbzeit, versprang ihm der Ball aber bei der Schussabgabe und verfehlte das Ziel. Nach weiteren Vorstössen und Freistössen der Gäste, war es Suat Iyigün,der erneut nach einem Eckball, per Kopf den Ausgleich erzielte. Die Urnäscher schienen KO. Doch sie zeigten ihr Kämpferherz und kamen nur eine Minute später zum Siegestreffer.
Nach einem dummen Foulspiel, erhielten sie einen Freistoss aus beinahe 30 Metern. Georg Gülünay nahm Anlauf und schmetterte den Ball Richtung Tor. Der Ball wurde von Bühlers Mauer abgefälscht und flog unhaltbar hinter Frei ins Tor.
Urnäsch gewann, wie es Urnäschs Trainer Mario Galluccio nach Spielende formulierte, dank des grösseren Siegeswillen.
FC Urnäsch:
Roman Rietmann, Kevin Gülünay, Marc Bodenmann, Matthew Ackroyd, Georg
Gülünay, José Lestayo, Thomas Gülünay, Ragip Rama, Jonas Eggenberger, Philip
Scheuber, Garip Keles, Agron Sadiku, Silvan Fuchs, Roman Schwarz
FC Bühler:
Yannick Frei, Nandor Gaidos (26. Noah Frehner), Andreas Zeller, Martin Pardal,
Sacha Büsch, Din Salihovic (45. Tim Haug, 58. Luis Munoz), Luis Munoz (40. Rafael
Schai, Jeroen Van Neijenhof (60. Lucas Arias), Suat Iyigün, Dominik Nagy, Elvedin
Omerovic (45. Alex Rüesch)



























