Unia unterstützt SP Initiative
SG. Die Gewerkschaft Unia unterstützt die von der SP St. Gallen angekündigte kantonale Volksinitiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung.
Ausserdem verlangt die Gewerkschaft von der St. Galler Regierung ein grösseres Engagement gegen die Wirtschaftskrise.
Die Steuergerechtigkeit sei ein wesentliches Anliegen der Gewerkschaften, sagte Walter Mathys, Präsident der Unia Sektion St. Gallen-Appenzell. Es gehe nicht an, dass vermögende Ausländer von ungerechtfertigten Steuervorteilen profitierten. Daher wird die Gewerkschaft zusammen mit der St. Galler SP die Volksinitiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung mitlancieren. Die Delegierten der Unia hiessen dies an der DV vom Freitag in Rorschach einstimmig gut.
Die St.Galler Regierung tue zu wenig, um die akute Wirtschaftskrise zu bekämpfen, kritisierte Unia-Sekretär Thomas Wepf. Fast täglich würden neue Entlassungen bekannt, zuletzt im Fall Leica. Dort erhielten 34 Mitarbeitende den blauen Brief. Wepf kritisierte den Konzern, dass er den Stellenabbau nicht über die normale Fluktuation bewerkstellige. Wepf verlangte vom Kanton eine aktive Krisenbekämpfungspolitik und namentlich die Unterstützung der für unsere Wirtschaft wichtigen kleineren und mittleren Unternehmen.
Gast an der DV war Nationalrätin Hildegard Fässler. Sie wies daraufhin, dass die Leidtragenden der Wirtschaftskrise einmal mehr die kleinen Leute seien. Nun gelte es, die Kaufkraft zu stärken, Investitionen zur Konjunkturstützung vorzunehmen und die Sozialversicherungen zu stärken. Hildegard Fässler erwähnte insbesondere die Entlastung bei den steigenden Krankenkassenprämien. Sie plädierte ausserdem für ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Wachstum der Wirtschaft.
Die Unia-Sektion St. Gallen-Appenzell zählt gut 5’000 Mitglieder. Seit dem letzten Herbst verzeichnet die Gewerkschaft wieder einen Mitgliederzuwachs. Die Sektion wird von Walter Mathys präsidiert, Vizepräsident ist Reto Schweizer aus Herisau. Als Sekretär amtet Thomas Wepf. Neu in den Vorstand wurden Jano Müller und Viktoria Frei gewählt.



























