Unerklärbar hohe Dosis Insulin führte zum Tod
Uster/ZH. Einem Langzeitpatienten des Spitals Uster wurde eine tödliche Insulindosis verabreicht und dies obwohl er kein Diabetiker war. Der 84-Jähriger verstarb zwei Wochen nach der Verabreichung.
Im Spital Uster wurde in der Nacht auf Montag, 9. Januar 2006, ein 84-jähriger Langzeitpatient durch das Spitalpersonal bewusstlos angetroffen, wobei Blutuntersuchungen ergaben, dass ihm als Nichtdiabetiker eine hohe, tödlich wirkende Insulindosis verabreicht worden war, welche eine Unterzuckerung auslöste. Weil diese rechtzeitig bemerkt wurde, konnten durch das Spital sofort erfolgreich die notwendigen medizinischen Massnahmen eingeleitet werden.
Obschon der vormalige Gesundheitszustand des 84-Jährigen wieder hergestellt werden konnte, verstarb er rund zwei Wochen nach der Insulinverabreichung. Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich führte in der Folge aufgrund einer Anzeige des Spitals Uster eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher, eventuell fahrlässiger Tötung durch.
Dabei richtete sich der Verdacht gegen die Pflegefachfrau des Spitals Uster, welche den Patienten im Nachtdienst vom 8./9. Januar 2006 betreute. Diese befand sich rund drei Wochen in Untersuchungshaft und bestritt die Tat.
Trotz umfangreicher Untersuchungshandlungen konnte der Verdacht gegen sie nicht erhärtet werden, weshalb das Verfahren gegen sie kürzlich eingestellt wurde. Weitere Hinweise auf die Täterschaft ergaben sich nicht.



























