«Und schon war der Abschwung da»
Weinfelden/TG. Im Berichtsjahr wurden 200 Personen in den Arbeitsintegrationsprogrammen der ESRA beschäftigt, gut 20 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Kaum jemand hat im Sommer 2008 geglaubt, dass sich die Finanzkrise auch auf unsere Wirtschaft so einschneidend auswirken würde. Die Zahl von arbeitslosen Menschen war klein wie schon seit Jahren nicht mehr, fast alle Unternehmen voll ausgelastet. Die Gemeinden hofften darauf, dass auch die Anzahl Sozialhilfebezüger sinken würde. Dieser Wunsch wurde jedoch nicht erfüllt.
Waren unsere Programme bis Ende 2007 noch voll ausgelastet, sank die Belegung im Berichtsjahr schlagartig um gut 20 Prozent. Die Frage nach Abbau von Kapazitäten stellte sich im Sommer. Wir haben uns dagegen entschieden und waren dabei gut beraten. Bereits zu Jahresbeginn 2009 betrug die Auslastung wieder gegen 90 Prozent.
Im Berichtsjahr wurden 200 Personen in den Arbeitsintegrationsprogrammen der ESRA beschäftigt, gut 20 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 148 Erwerbslose arbeiteten im ESRA Recycling in Sirnach, 52 im ESRA Office bzw. ESRA Caritas-Markt in Weinfelden für durchschnittlich 3,2 Monate, was einem leichten Rückgang entspricht. 158 Personen haben in dieser Zeit das Programm verlassen. In den ESRA-Programmen in Weinfelden mit Office und Caritas-Markt ist die Vermittlungsquote gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen, bei ESRA Recycling in Sirnach hat sie sich hingegen fast halbiert (Details im Jahresbericht Seiten 6 und 7). Dies führen wir vor allem auf die Qualifikation der zugewiesenen Teilnehmenden zurück, denn diese sank wie üblich in wirtschaftlich guten Zeiten, markant.
Der Ding-Shop in Sirnach, ein Angebot für ausgesteuerte Langzeitarbeitslose mit unbefristeten Teillohnanstellungen, hat sein zweites Betriebsjahr durchzogen abgeschlossen. Die Gemeinden zeigten sich sehr zurückhaltend mit neuen Zuweisungen. Der Betriebserlös lag 15 Prozent unter dem Ergebnis des letzten Jahres und von 15 Mitarbeitenden haben gut 50 Prozent wieder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt gefunden.
Zum Ende des Berichtsjahres hat die ESRA eine zweite Sozialfirma «geerbt». Das gut funktionierende Reinigungsunternehmen «Haushalts-Fee» wird ab 1. Januar 2009 als Integrationsbetrieb weiter geführt.
Dank enger Zusammenarbeit mit Bund, Kanton, Gemeinden und verschiedenen Institutionen kann die ESRA all die gestellten Aufgaben im Dienste von erwerbslosen Menschen erfolgreich erfüllen. Diesen Partnerschaften schenken wir auch in Zukunft grosse Aufmerksamkeit und setzen uns für Teamwork und Fairplay auf allen Ebenen ein.



























