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Unbewilligte Umzüge von Polizei gestoppt

Bern/BE. Sonntag, 18. Oktober 2015. Zahlreiche Personen haben am Samstag, 17. Oktober 2015, in Bern versucht, von verschiedenen Orten aus unbewilligte Umzüge durchzuführen. Dank des Grossaufgebotes der Polizei konnten diese gestoppt werden. Insgesamt wurden 110 Personen für Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten geführt. Davon widersetzten sich mehrere Teilnehmende teilweise körperlich der Kontrolle.

Mehrere hundert Personen haben sich am Samstag für die Antifa-Kundgebung in die Berner Innenstadt begeben. Dies trotz des Entscheides der Berner Stadtbehörden, an diesem Wochenende keine Kundgebung zu tolerieren. Die Kantonspolizei Bern stand zur Erfüllung des Auftrages, unbewilligte Kundgebungen bereits frühzeitig zu verhindern, mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

In der Innenstadt formierten sich im Laufe des Nachmittages immer wieder Personengruppen zu Umzügen. Ein erster Umzug startete von der Reitschule, zog sich aber umgehend zurück. Zwei Umzüge konnten beim Bubenbergplatz und in der Spitalgasse gestoppt werden. Aus Sicherheitsgründen, unter anderem auch wegen der grossen Zahl Schaulustiger, musste der öffentliche Verkehr in diesem Bereich zeitweise unterbrochen werden. Umzüge formierten sich auch in der Länggasse.

Es wurden insgesamt mehrere hundert Teilnehmener einer Personenkontrolle unterzogen. Die Teilnehmenden der gestoppten Umzüge wurden mehrmals aufgefordert, ihre Personalien kontrollieren zu lassen. Der überwiegende Teil folgte dieser Aufforderung und konnte die Örtlichkeit danach ungehindert verlassen.

Mehrere Personen verweigerten jedoch die Kontrolle ihrer Personalien und mussten daher für weitere Abklärungen in Räumlichkeiten der Polizei gebracht werden. Dagegen wehrten sie sich teilweise mit Gewalt.

Verschiedentlich versuchten Personen, die Ketten von Polizistinnen und Polizisten zu durchbrechen, weshalb in der Folge zum eigenen Schutz Pfefferspray und Gummischrot eingesetzt werden musste.

Wie gross das Gewaltpotenzial war, zeigte auch der gezielte Beschuss der Besatzung eines in Richtung Falkenplatz fahrenden Polizeifahrzeuges mit einer Stahlkugel.

Insgesamt 110 Personen wurden für weitere Abklärungen in Räumlichkeiten der Polizei gefahren. Darunter die Teilnehmenden, die sich teilweise gewaltsam der Kontrolle widersetzt hatten sowie bekannte Personen, welche mit dem Zug aus Zürich für die Kundgebung angereist waren. Bei rund einem Dutzend Personen handelt es sich um Jugendliche.

Am Sonntag, gegen 02.00 Uhr, kam es noch zu einem Vorfall auf der Schützenmattstrasse. Ein Patrouillenfahrzeug wurde bei der Signalanlage mit Flaschen und Steinen angegriffen. Dabei erlitt das Auto massive Beschädigungen, insbesondere wurden Scheiben eingeschlagen. Die Polizisten blieben unverletzt. Weitere Abklärungen sind im Gang.

BernBern / 19.10.2015 - 07:47:43