«Umfassend» wird weg gelassen
AR. Nach der Zustimmung zum Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zur Komplementärmedizin» werden die Kantone nun um Stellungnahme zu diesem Gegenvorschlag ersucht.
Laut Initiative «Ja zur Komplementärmedizin» sollen Bund und Kantone die Komplementärmedizin im Rahmen ihrer Zuständigkeiten umfassend berücksichtigen. Der direkte Gegenvorschlag des Ständerates übernimmt den Text der Initiative, lässt das Wort «umfassende» aber weg. Die durch den Ständerat vorgeschlagene Wortwahl berücksichtigt nach Auffassung der Regierung von Appenzell Ausserrhoden die Komplementärmedizin angemessen. [space] Die Naturheilkunde hat eine lange Tradition in Appenzell Ausserrhoden. Das Nebeneinander und Miteinander von so genannter Schulmedizin und Ergänzungsmedizin ist in Appenzell Ausserrhoden eine Selbstverständlichkeit. Die freie Heiltätigkeit sowie die Herstellung und der Einsatz von naturheilkundlichen, ganzheitlichen Mitteln und Verfahren ergänzen auch in der Moderne die klassischen schulmedizinischen Tätigkeiten auf eine sinnvolle und anerkannte Weise.
Naturwissenschaften werden in Appenzell Ausserrhoden im wahrsten Sinne des Wortes gepflegt. Nicht zuletzt deshalb zählen wohl in Appenzell Ausserrhoden die Krankenkassenkosten der Grundversicherung zu den tiefsten in der Schweiz. Dies ist sicherlich zu einem grossen Teil dem selbstverantwortlichen und ganzheitlichen Denken und Handeln zuzuschreiben.



























