Umfangreicher Rolex-Schmuggel aufgedeckt
Zürich/ZH. Donnerstag, 9. Juli 2015. Ermittler der Zürcher Zollfahndung haben einem in Zürich wohnhaften Deutschen den Schmuggel von 90 Rolex-Armbanduhren nachgewiesen. Weitere 76 Exemplare liess er sich - unter Angabe eines viel zu tiefen Warenwerts - aus den USA zusenden. Die Uhren waren für den Wiederverkauf bestimmt.
Seit Februar 2012 schmuggelte der Täter fast wöchentlich Rolex-Uhren über die Grenzübergänge Koblenz und Bad Zurzach in die Schweiz. Dabei versteckte er diese im Reserveradkasten seines Autos oder im Kofferraum unter Lebensmitteleinkäufen.
Via Internet ersteigerte der Mann die gebrauchten Marken-Uhren bei diversen Händlern aus Europa. Er liess sie sich an seine Paketlageradresse in Waldshut-Tiengen (D) senden. Der Wert der persönlich geschmuggelten Uhren beträgt über 306 000 Franken.
Die 76 Rolex-Uhren aus den USA erwarb der Beschuldigte im selben Zeitraum ebenfalls via Internet. Den amerikanischen Absender beauftragte er, sie jeweils mit 100 US-Dollar zu deklarieren; 196 400 Franken unter dem effektiven Wert. Der Beschuldigte ist geständig.
Die geschuldeten Einfuhrabgaben von knapp 42 000 Franken wurden bei ihm nachgefordert. Zudem muss der Deutsche wegen Widerhandlungen gegen das Mehrwertsteuergesetz mit einer empfindlichen Busse rechnen.
Der Uhrenschmuggel flog im Januar 2015 auf, als Grenzwächter das Auto des Mannes beim Grenzübergang Bad Zurzach kontrollierten und fünf Rolex-Uhren im Reserveradkasten sicherstellten. Im Rahmen der umfangreichen Strafuntersuchung der Zollfahndung Zürich fand im Januar eine Hausdurchsuchung statt.



























