UHC Herisau verliert 3:7
Unihockey. Am vergangenen Sonntag empfing UHC Herisau im Sportzi die Regazzi Verbano UH Gordola aus dem Tessin.
Aufgrund dieser Konstellation konnte ein spannendes und umkämpftes Spiel erwartet werden: Der UHC Herisau war dringend auf drei Punkte angewiesen gegen einen Gegner der tabellarisch in Reichweite liegt und Gordola musste ebenfalls gewinnen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.
Die Herisauer erwischten dabei den besseren Start ins Spiel. Sie waren mehrheitlich in Ballbesitz und kombinierten bisweilen gefällig. Nur gelang es dem Gastgeber nicht, diesen Effort in Zählbares umzumünzen. Stattdessen gerieten sie in der siebten Minute nach einem unkorrekten Abstand bei gegnerischem Freistoss in Unterzahl.
Auf einen präzisen Querpass in den Strafraum brauchte ein Tessiner nur noch einzuschieben, womit Gordola diese Überzahlsituation zum 0:1 ausnutzen konnte. Nun drehte das Spiel. Von der anfänglichen Herisauer Überlegenheit war nichts mehr geblieben. Stattdessen gelang es den Gästen immer mehr, das Spieldiktat an sich zu reissen.
So konnten sie in der 15. Spielminute per Freistoss die Führung auf 0:2 ausbauen. Und nur knapp drei Minuten später wäre den Tessiner wohl noch der dritte Treffer gelungen, wenn Studer dies nicht mittels hohen Stocks auf unerlaubte Weise verhindert hätte.
In der Folge kam es zu einem Penalty gegen Herisau. Torhüter Frick, der bei diesem Strafstoss kurzfristig Kläger ersetzte, liess sich aber nicht bezwingen. Die anschliessende Unterzahl überstanden die Herisauer ohne weiteres Gegentor und das erste Drittel endete mit 0:2.
Nach der Pause konnte sich die Heimmannschaft wieder etwas steigern. Und diesmal wurde sie auch belohnt, als Steinhauer im Slot von Hess bedient wurde und zum 1:2 Anschlusstreffer einschiessen konnte.
Als Herisau kurz darauf die Gelegenheit bekam in Überzahl zu agieren, aber erfolglos blieb, wurde dadurch der wieder gefundene Spielrhythmus gebrochen. Die Herisauer kassierten ihrerseits eine Zweiminutenstrafe und lagen nach einem schnell ausgeführten Freistoss durch Gordola in der 34. Minute wieder mit zwei Toren im Rückstand.
Kaum hatte der Schiedsrichter das letzte Drittel angepfiffen, erwischte ein Tessiner Flügelstürmer den Herisauer Torhüter in der nahen Ecke. Doch Herisau konnte nochmals reagieren und Studer erzielte mittels Distanzschuss das 2:4. Aber dieses Aufbäumen währte nicht lange.
Ein gegnerischer Spieler hatte nur zwei Minuten später genügend Freiraum, um unattackiert aufs Herisauer Tor zuzulaufen und abzudrücken. Der Schuss wurde noch abgelenkt und markierte das 2:5. Knapp zehn Minuten vor Schluss konnte Herisau zwar den Rückstand abermals reduzieren (Huber traf auf Pass von Studer zum 3:5), doch aus der angestrebten Aufholjagd wurde nichts, weil das Heimteam nach einem Bodenspiel mit einem Mann auskommen musste.
Die Tessiner nutzten auch diese Überzahl kaltblütig zum vorentscheidenden 3:6 aus. Für die verbliebenen gut drei Minuten ersetzte der UHC Herisau seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Doch wie so häufig in solchen Situationen gelang den Gästen der letzte Treffer ins leere Tor. Der UHC Herisau verlor damit das Spiel mit 3:7 und gerät damit immer stärker unter Erfolgsdruck, will man nächste Saison weiterhin in der 1. Liga spielen.
Spieltelegramm:
UHC Herisau – Regazzi Verbano UH Gordola 3:7 (0:2/1:1/2:4)
Tore: 7:18 Pellegrini 0:1, 14:47 Pellegrini (Söber) 0:2, 27:47 Steinhauer (Hess) 1:2, 34:00 Söber (Weber) 1:3, 42:13 Pirlo (Cattori) 1:4, 44:38 Studer 2:4, 46:39 Moccetini (Weber) 2:5, 50:51 Huber (Studer) 3:5, 56:42 Eberli (Andreotti) 3:6, 58:42 Decarli 3:7
Strafen: UHC Herisau 4 x 2 Minuten, Regazzi Verbano UH Gordola 1 x 2 Minuten



























