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UHC Herisau gewinnt

Unihockey. Die Nationalmannschaftspause kam dem UHC Herisau nach der letzten Niederlage und der Gewissheit, in die 2.-Liga abzusteigen gerade recht.

Sowohl Spieler als auch Trainer mussten sich an einem neuen Ziel orientieren, um die nötige Motivation für die noch verbleibenden drei Spiele aufzubringen. Das erste davon zuhause gegen den Tabellenzweiten aus Bellinzona.

Mit drei vollen Linien und viel Elan starteten die Herisauer denn auch in die Partie. Obwohl man gegen die Tessiner nach zuletzt neun Siegen in Serie kein leichtes Spiel erwartete wollte sich die Herisauer mit einer kämpferischen Leistung den Respekt des Gegners verdienen.

Entsprechend hart starteten sie in die Partie und schafften es dank kämpferischer Leistung den grössten Schaden abzuwehren. Auch eine erste Strafe blieb von den Tessinern ungenutzt. Trotz dem nachmaligen Führungstor der Gäste fanden die Herisauer auch dank einem Powerplay zu Drittelshälfte immer besser ins Spiel und kamen nun ihrerseits zu ersten grossen Chancen. Die erste Drittelspause kam den Tessinern deshalb zur rechten Zeit, während die Herisauer noch den Schüssen an die Torumrandung nachtrauerten.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich aber ein ähnliches Bild wie vor der Pause. Die Herisauer scheinen auf einmal daran zu glauben, dass der Gegner bezwingbar ist. In der Defensive standen sie mehrheitlich solide und liessen dem Gegner nur wenig Freiraum. Notfalls war schliesslich auch noch der stark agierende Torhüter Frick oder die Torumrandung zur Stelle.

In der Offensive erspielten sie sich dagegen auch Chancen und versuchten den etwas unsicheren gegnerischen Torhüter zu Abprallern zu verleiten. Dies gelang denn auch Schöb in der 27. Minute. Büsser war vor dem Tor zu Stelle und schob zum 1:1 ein. Nur zehn Minuten später stand Knecht dem Torhüter vor der Sicht, so dass Marc Furrer mit einem Drehschuss aus mittlerer Distanz das zweite Tor erzielte.

Da die Tessiner zwischenzeitlich aber ebenfalls ein Tor erzielt hatten stand es 2:2. Die Herisauer wägten sich nun aber – wie schon so oft in dieser Saison – als Platzherren und nur gerade 58 Sekunden nach dem Ausgleich lagen sie wieder mit einem Tor im Rückstand. Nach etwas ruhigem Geplänkel in den folgenden Minuten kam die Pause für die Zuschauer zur rechten Zeit, die sich ein spannendes Schlussdrittel erhofften.

Der Start in den Schlussabschnitt gestaltete sich aber schwierig und dem starken Torhüter Frick und etwas Glück ist es zu verdanken, dass es beim Ein-Tor Rückstand blieb. Die Gastgeber fingen sich aber schnell auf und getreu dem Motto «War das Tor nicht macht bekommt es» konnte Lanfranchi zum dritten Mal ausgleichen.

Im Gegensatz zu frühren Ausgleichen konnten die Gäste aus Bellinzona dieses Mal aber nicht mehr reagieren: Zu eng wurden ihnen die Räume gemacht, so dass sie sich mit Distanzschüssen behelfen mussten. Die Appenzeller ihrerseits spielten clever und mit einem starken Kämpferherz. Dies führte denn auch dazu, dass Widmer in Unterzahl mittels eines „Buebetrickli“ zur 4:3 Führung einschieben konnte.

Je länger je mehr glaubten die Herisauer an einen Sieg und kämpften umso härter. So konnten auch die sonst üblichen schwachen Minuten nicht aufkommen, was den gegnerischen Trainer nach einem erfolglosen Powerplay zu einem Time-out bewog. Ein aggressives Forechecking sollte den gewünschten Torerfolg bringen. Stattdessen führte ein weiterer Herisauer Konter zum vorentscheidenden 5:3 durch Nüesch. Als Huber vor dem gegnerischen leeren Tor schliesslich nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte verwertete dieser den Penalty gleich selber zum Schlussresultat von 6:3.

Dank einer geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung sowie einem starken Torhüter konnten die Herisauer erstmals fünf Spielen wieder einmal gewinnen. Dass man dabei die Siegesserie eines Spitzenreiters unterbrechen konnte freut natürlich doppelt. Es stellt sich nun die Frage, ob der UHC Herisau ähnlich wie sein grösserer Bruder der FC St. Gallen aus der Krise gefunden hat, oder ob der Sieg ein einmaliges Ereignis bleiben wird und auf eine schwache gegnerische Leistung zurückzuführen ist. Die Antwort darauf können sie schon am nächsten Wochenende geben: Dann spielen sie auswärts gegen den zweiten Tessiner Club in der Gruppe.


UHC Herisau – Ticino UH Bellinzona 6:3 (0:1/2:2/4:0) Tore: 12.. Hurni (Micnola) 0:1, 27. Büsser (Schöb) 1:1, 31.. Micnola (Hurni) 1:2, 36. (35:53) Furrer M. 2:2, 37. (36.51) Luraschi (Biffi) 2:3, 44..Lanfranchi (Hess) 3:3, 52. Widmer (Ausschluss Steiner!) 4:3, 58. Nüesch (Bischof) 5:3, 60. (59:29). Huber (Penalty) 6:3.

Strafen: UHC Herisau 3 x 2 Minuten, Ticino UH Bellinzona 3 x 2 Minuten

55. Time-out UH Ticino Bellinzona

Der UHC Herisau hat mit folgender Aufstellung gespielt: Markus Frick, Bruno Kläger; Benjamin Steinhauer, Peter Lieberherr; Michael Schöb, Matthias Steiner; Steven Furrer, Stefan Meier; Raphael Nüesch, Mirco Bischof, Ernst Widmer; Roger Büsser, Michael Hess, Adrian Lanfranchi; Christian Huber, Marc Furrer, Adrian Knecht; Marco Butz.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 19.02.2008 - 08:10:00