Überwältigendes Echo
Romanshorn. Am 28. September schloss die erste Saison der neu entstehenden Eisenbahn-Erlebniswelt LOCORAMA.
Überwältigt zeigen sich die Verantwortlichen vom grossen Publikumsinteresse, das 5.283 Personen in das alte SBB-Lokdepot und das Gelände am Egnacherweg lockte. Dass diese Besuche unterhaltsam und angenehm, informativ und spannend wurden, dafür wurden unter anderem 2 815 Arbeitsstunden von ehrenamtlichen Mitarbeitern erbracht. Die Besucher (4.248 Erwachsene und 1.035 Kinder) kamen aus einem weiteren Umkreis von etwa 100 km, auch aus dem benachbarten Ausland.
Saison-Highlights
Highlights der ersten Saison waren neben der Eröffnungsveranstaltung der Besuch der grossen Schnellzugsdampflok 23.058 mit dem Club 41 anlässlich der „Arbon Classics“ am 1. Mai, das Weicheneinbaufest am 5. Juli, die „Thurgovia-Rundfahrt“ am 23. August und die Ausstellung „Oberingenieur Luigi Negrelli“ im September, eröffnet in Zusammenarbeit mit der „Offenen Kanti“ Romanshorn, unterstützt durch den Lotteriefonds des Kantons Thurgau.
Offene Sonntagnachmittage
Seit dem 27. April 2007 gab es sie, die offenen Sonntagnachmittage, die rege genutzt wurden. Rund 50 Personen besuchten jeweils die alte Lokremise und staunten nicht nur über die ausgestellten Fahrzeuge aus längst vergangenen Zeiten, sondern auch über die Drehscheibe und weitere Einrichtungen und Bauten aus dem Dampfzeitalter. Fahrzeugbesitzer gaben Einblicke hinter die Kulissen, zahlreiche interessante Fahrzeuge des Vereins Historische Mittelthurgaubahn wurden in der Erlebniswelt einem breiteren Publikum präsentiert. Besondere bewundert wurden die riesige bayerische Schnellzugslok Ec 3/5 und die letzte Thurgauer Dampflok Ec 3/5, die seit Ende Februar 2008 wieder betriebsfähig ist.
Viel Unterstützung
Dass die Eisenbahn-Erlebniswelt ausgebaut werden kann, dafür bringen zahlreiche Freiwillige ihr Wissen und ihre Arbeitskraft ein, Lokführer, Fahrdienstleiter, Gleisbaufachleute, Hobbyeisenbahninteressierte, ein Schlossermeister und weitere Techniker. Von ihnen durchgeführte, begeisternde Gruppenführungen sorgten für ein besonderes „Eisenbahn-Erlebnis“. Aber auch eine pensionierte Rottenköchin, die einst für das leibliche Wohl der Bahnbauarbeiter sorgte, ist ebenso dabei wie eine Lehrerin, eine Bibliothekarin sowie Menschen, die einfach Hand anlegen, wenn es gilt die Gras- und Schotterflächen zu pflegen, Tische und Bänke aufzustellen oder Bilder aufzuhängen. Auch einige Jugendliche haben sich schon zum Kreis der Aktiven gesellt.
Ausblick
Während die letzten Zahlen der vergangenen Saison aufbereitet werden, darf man sich bereits auf neue Attraktionen im 2009 freuen. Die Vorbereitungen für die nächste Saison laufen bereits auf Hochtouren, mehr Fahrten mit historischen Zügen soll es ebenfalls geben, so viel steht schon fest. Geschäftsführerin Dr. Gerda Leipold mit ihren aktiven Mitarbeitern freut sich aber besonders auf die für 2009 geplanten besonderen Veranstaltungen.



























