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Überschuss von 1,3 Millionen

Herisau. Die Gemeinde schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von gegen 1,3 Millionen Franken ab.

Die Jahresrechnung 2007 der Gemeinde Herisau schliesst bei einem Aufwand von 91,5 Millionen Franken und Einnahmen von 92,8 Millionen Franken mit einem Einnahmenüberschuss von gegen 1,3 Millionen Franken ab; Budgetiert war ein Überschuss von 400 000 Franken. Dank dem ebenfalls positiven Abschluss der Investitionsrechnung sinkt die Verschuldung um 11,9 auf 56,6 Millionen Franken.

Ausschlaggebend für den Besserabschluss der Rechnung um 900 000 Franken waren leicht höhere Steuereinnahmen vor allem bei den juristischen Personen, die Mehrausgaben beziehungsweise die Mehrerträge bei den einzelnen Ressorts hielten sich hingegen die Waage. Der Einnahmenüberschuss von 1,3 Millionen Franken wird dem Konto Vor- und Rückschläge gutgeschrieben. Der Gemeinderat Herisau hat die Rechnung zur Kenntnis genommen; der Einwohnerrat wird die Jahresrechnung und die Investitionsrechnung an seiner Sitzung vom 7. Mai in abschliessender Kompetenz beraten.

Leicht höhere Steuereinnahmen
Mit 44,7 Millionen Franken lag der Steuerertrag im vergangenen Jahr um zwei Millionen Franken höher als im Jahre 2006 und damit 700 000 Franken über den budgetierten Steuereinnahmen, was einer «Punktlandung» gleichkommt. Von den Steuereinnahmen entfielen sechs Millionen Franken auf juristische Personen, damit liegen diese 4,6 Prozent über dem Ertrag vom Vorjahr. Die Einnahmen aus den Separatsteuern (Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern sowie Erbschaftssteuern) blieben mit 3,6 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahr praktisch stabil. Dank den Steuermehreinnahmen stieg der Steuerertrag pro Einwohner im vergangenen Jahr von 2788 auf 2910 Franken.

Mehrertrag und Mehraufwand
In der Jahresrechnung haben die einzelnen Ressorts unterschiedlich abgeschlossen, doch glichen sich Mehrerträge und Mehraufwand praktisch aus. Die grösste negative Abweichung resultierte bei der Sozialhilfe, wo 500 000 Franken mehr als budgetiert ausgegeben wurden. Bemerkenswert ist, dass die Kosten für die Sozialhilfe damit noch immer um 2,6 Prozent unter jenen des Vorjahres lagen. Mehrkosten von rund 300 000 Franken ergaben sich für Sportzentrum und Schwimmbad. Gründe dafür sind neben einer wettermässig schlechten Saison im Freibad Sonnenberg verschiedene Vorkommnisse im Sportzentrum wie eine ungeplante Schliessung wegen Garantiearbeiten, Frequenzeinbussen nach dem Saunabrand und die Wechsel in der Betriebsleitung. Mehrausgaben ergaben sich auch im Ressort Verkehr, wo sich das erweiterte Busangebot mit zusätzlichen Kosten von 190 000 Franken niederschlug.

Bei den Mehreinnahmen gegenüber dem Budget fielen vor allem die Steuereinnahmen mit einem Plus von 700 000 Franken ins Gewicht. Besser abgeschlossen haben auch die Ressorts Allgemeine Verwaltung/Finanzen und Hochbau/Ortsplanung. In der Allgemeinen Verwaltungen fielen die Personalkosten um 166 000 Franken geringer aus als budgetiert, und bei der Ortsplanung wurden 213 000 Franken weniger ausgegeben, weil gewisse Projekte mit Kreditübertragungen ins laufende Jahr verschoben werden sollen. Bei den Finanzen ergab sich als Folge tieferer Passivzinsen ein Besserabschluss um 190 000 Franken. Um 340 000 Franken tiefer als budgetiert ausgefallen sind die Kostenbeteiligungen an AHV/IV und Krankenversicherungen sowie die Position Beiträge/Soziales.

Einnahmenüberschuss dank Golderlös
Neben der Laufenden Rechnung schliesst auch die Investitionsrechnung mit einem Einnahmenüberschuss von 10,6 Millionen Franken erfreulich ab. Grund dafür ist vor allem der Gemeindeanteil am Erlös aus dem Verkauf des Nationalbankgolds, welcher gegen 14,9 Millionen Franken betrug und für zusätzliche Abschreibungen eingesetzt wurde. Gemäss Vorgabe der Gemeindeordnung wurden weitere 6,8 Millionen Franken (10 Prozent des Verwaltungsvermögens) abgeschrieben, dazu kommen Abschreibungen von 1,6 Millionen Franken aus dem Ertrag der Spezialfinanzierungen. Insgesamt investierte die Gemeinde Herisau im letzten Jahr 12,6 Millionen Franken in Umbau und Erneuerung des Sportzentrums, in Strassensanierungen sowie in Kanäle im Rahmen der Generellen Entwässerungsplanung (GEP).

Verschuldung stark gesunken
Dank den Einnahmenüberschüssen in der Laufenden Rechnung (1,3 Mio. Franken) und in der Investitionsrechnung (10,6 Mio. Franken) von insgesamt 11,9 Millionen Franken reduziert sich die Verschuldung der Gemeinde Herisau um diesen Betrag und geht auf 56,6 Millionen Franken zurück. Damit ist die Verschuldung so tief wie letztmals im Jahre 1995 und macht pro Kopf der Bevölkerung noch 3684 Franken aus.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 04.02.2008 - 13:20:00