
Über 70 kleinere und grössere Lawinen
FL. Der Lawinendienst des Fürstentums Liechtenstein war auch in diesem Winter mit zahlreichen Lagebeurteilungen und Schneeprofilen beschäftigt.
Dank guter Information sowie Prävention und dem stetigen Einsatz kann eine erfreulich positive Bilanz des Winters 2008 / 2009 gezogen werden.
Ab dem ersten Schneefall in den Höhen von Ende Oktober bis zum Ausapern hatte der Lawinendienst
einiges zu tun. Denn seit zehn Jahren, also dem Lawinenwinter 1999, war die vergangene Saison der
schneereichste Winter. So wurden an 183 Tagen in Malbun wichtige Daten wie die Temperatur,
Schneehöhe und Neuschneemenge gemessen. An 68 Tagen schneite es, was insgesamt eine
kumulierte Neuschneemenge von 8.23 Meter ergab. Auffallend ist, dass während der Saison am
häufigsten die Lawinenwarnstufe 3, erheblich, vorherrschend war.
An vier Tagen musste diese sogar auf die Stufe 4 (gross) von möglichen 5 gesetzt werden. Von Evakuierungen konnte ganz abgesehen werden und es musste erfreulicherweise weder eine verletzte Person noch ein tödliches Opfer durch eine Lawine verzeichnet werden. «Die Saison 2008 / 2009 war für uns sehr positiv. Trotz vielen Neuschneetagen und somit hoher Lawinengefahr sind alle Lawinenabgänge im Liechtensteiner
Alpengebiet glimpflich, das heisst ohne Personen- und nur mit geringen Sachschäden abgelaufen», so
Peter Lampert, Chef des Lawinendienstes.