• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Tüfteln» bis zur Perfektion

Appenzell. Markus und Alfred Sutter haben mit ihrem Alpenbitter-Stengeli an der «Swiss Bakery Trophy» Gold gewonnen. Im Gespräch mit einem der «Goldbrüder».

Eine Goldmedaille – eigentlich nichts Neues für die Gebrüder Sutter aus Appenzell. Bereits 2004 und 2006 wurden ihre Appenzeller-Biber an der «Swiss Bakery Trophy» mit dem edelsten aller Metalle ausgezeichnet. Nun haben sie es wieder geschafft und haben mit ihrer süssen Spezialität – den Appenzeller-Alpenbitter-Stengeli – abermals die Goldmedaille gewonnen.

Markus und Alfred Sutter stammen aus einer Appenzeller Bäcker/Konditor-Familie. Ihr Grossvater hat 1941 als 42. Bäcker im Kanton Innerrhoden sein Geschäft in Appenzell eröffnet. Heute gibt es nur noch ein gutes dutzend Bäckerei-Betriebe, die Bäckerei «Böhli» aber ist bestehen geblieben und wird mittlerweile in fünfter Generation von Markus und Alfred Sutter geführt.

Süsse Experimente
«Schon als Bub hatte ich den Traum, eines Tages Süssigkeiten zu kreieren, die anderen Leuten optisch gefallen und auch schmecken», sagt Alfred Sutter. Diesen Traum hat er sich mit einer Lehre als Konditor-Confiseur und dem anschliessenden Einstieg in den elterlichen Betrieb erfüllt. «Tüftelen, bis alle Inhaltsstoffe harmonisieren», das ist es, was der 36-Jährige so wahnsinnig an seinem Job liebt. Lange «getüftelt» haben die Gebrüder Sutter auch, bis sie die perfekten Alpenbitter-Stengeli hatten.

«Bereits während der Lehre hatte ich die Idee, Alpenbitter und Schokoladen in einer Form zu verbinden», so Sutter. Jahre später begann er gemeinsam mit seinem Bruder Markus, der Bäcker-Konditor gelernt hatte, zu experimentieren. Die Alpenbitter-Stengeli vermochten zu überzeugen: die Brüder selbst, ihre Familie, Freunde und auch die Jury an der «Swiss Bakery Trophy».

68 Prozent Kakao, 100 Prozent Alpenbitter
«Wir wollten Bestbekanntes mit Bestbekanntem zusammenbringen» – Schokolade und Schnaps. Eigentlich also nichts Neues. «Wir haben natürlich das Konzept der Kirschstengeli ein bisschen übernommen», sagt Alfred Sutter. Trotzdem seien die Alpenbitter-Stengeli einzigartig: durch die Wahl der Schoggi, durch das Herstellungsverfahren und nicht zuletzt natürlich durch den Alpenbitter. Der werde nämlich keineswegs noch mit anderen Flüssigkeiten vermischt, sondern lande pur im Stengeli – wie genau, das verraten die Goldbrüder natürlich nicht. Auch die Schokoladenmischung bleibt ihr Geheimnis – lediglich, dass die Schokolade 68 Prozent Kakao enthält, gibt Sutter preis.

Die Appenzeller Spezialität der Brüder Sutter soll aber nicht wie andere Produkte aus dem Appenzellerland den Globus erobern. Nicht einmal die Schweiz. «Die Alpenbitter-Stengeli sind viel zu exklusiv, um in die Welt hinausgetragen zu werden. Wir bleiben mitsamt den Stengeli hier, in der Ostschweiz.»

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 03.02.2009 - 14:04:00