Trotz Unruhen nach Kenia?
AR. Brennende Häuser und flüchtende Menschen - reisen doch noch Touristen nach Kenia? Die Appenzeller Reisebüro-Mitarbeiter wissen es.
Weisse Strände, blaues Meer und Palmen… Diese Bilder vom Urlaub in Kenia werden seit Tagen verdrängt. Verdrängt von ganz anderen Bildern, von brennenden Häusern, flüchtenden Menschen und einem Präsidenten, der höchstwahrscheinlich gar nicht rechtmässig gewählt worden ist.
Menschenleer und ausgestorben
Die gewalttätigen Unruhen nach der vermutlich manipulierten Präsidentschaftswahl in Kenia beschäftigen auch die Reisebüros. Auf Fernsehbildern sind die Strände fast menschenleer und die Hotels scheinen wie ausgestorben. Auch bei der Müllener Touristik AG in Herisau zeichnet sich der Trend des Annullierens ab: «Vereinzelte Personen, welche ihre Reise nach Kenia in den nächsten Tagen angetreten hätten, haben diese storniert», so Sabine Nyffeler, die Schalterverantwortliche. Auch bei Sunshine Reisen in Waldstatt haben sich die Kunden nach der Möglichkeit zu Annullieren erkundigt, wirklich getan hat es bisher aber noch niemand.
«Situation ist ruhig»
Die beliebteste Reisedestination in Kenia ist Mombasa. Nyffeler hat bereits Anrufe von Kunden aus Kenia erhalten: «Bei uns erkundigten sich die Kunden, ob sie früher nach Hause kommen können, was selbstverständlich möglich ist. Dieses Angebot wurde aber bisher nicht genutzt.» Anscheinend merke man an der Küste und in den Ferienregionen nicht viel von den Unruhen. Auch Marcel Gsell von Sunshine Reisen ist mit seinen Kunden im Kontakt: «Momentan ist die Situation ruhig, von den Unruhen sind keine Inlandflüge betroffen und auch die Safaris finden im gewohnten Rahmen statt.»
Das Schicksal der Einheimischen
Das EDA hat die Weisung herausgegeben, von Keniareisen abzuraten. Dies befolgen auch die Mitarbeiter der Müllener Touristik AG. Dennoch: «Diese Ereignisse haben einen Tourismuseinbruch zu Folge. Zudem wir sehr betrübt über das Schicksal der Einheimischen in Kenia, dieses darf man bei dem ganzen Rummel um die Wahl nicht vergessen.» Gsell und Nyffeler hoffen beide, dass sich die Lage entspannt. Und Damit wir bald wieder die schönen weissen Strände, blaues Meer und Palmen vor Augen haben, wenn wir an Kenia denken.



























