Trickbetrüger prellen Gewerbler
Appenzell. Derzeit läuft wieder eine Trickbetrug-Welle. Opfer sind diesmal Gewerbetriebe, denen ein Eintrag in einer Ortsbroschüre verkauft wird.
Der Innerrhoder Gewerbeverbandspräsident Franz Fässler bekam die miese Tour einer Zürcher Firma am eigenen Leib zu spüren. Eine freundliche Dame habe ihn telefonisch kontaktiert, so Fässler, und ihn um Weiterführung des bestehenden Insertionsauftrages in der lokalen Ortsbroschüre angefragt. Falls er den Auftrag kündigen wolle, solle er einen Fax unterschrieben zurücksenden.
Doch Schaden macht klug. Denn Fässler war bereits vor einigen Jahren auf denselben Trick hereingefallen und war nun vorgewarnt. «Ich bin damals nur mit Mühe einer Zahlung von über 1300 Franken entwischt», erinnert sich Fässler. Der Gewerbeverbandspräsident fackelte nicht lange und warnte seine Verbandskollegen.
Dabei erklärte er auch gleich die Vorgehensweise verschiedener Trickfirmen, die immer dieselbe sei. «Die Opfer werden vorab mittels eines Faxformulars angegangen, mit dem Vermerk, diesen unterschrieben zurückzusenden. Sollte nach dieser Aufforderung keine Reaktion stattfinden, werden die Geschädigten meist telefonisch noch einmal bearbeitet. Die auf den Faxformularen verwendeten Inserate stammen oftmals ursprünglich aus irgend einem Telefonverzeichnis oder wie in unserem Falle aus der aktuellen Ortsbroschüre.» Mit anderen Worten: Statt einer Stornierung verschickt das nichtsahnende Opfer eine Auftragsbestätigung.
Franz Fässler rät, gegenüber Faxanfragen betreffend Inseraten ganz grundsätzlich misstrauisch zu sein. Zudem solle man die AGB und den Absender genau studieren. Wer trotz aller Vorsicht getäuscht worden sei, solle «so schnell wie möglich per eingeschriebenen Brief kündigen und ‹wesentlicher Irrtum› geltend machen.»



























