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Traditionen und Bräuche zeigen

Herisau. Am Wochenende fand für die Ausserrhodische Trachtenvereinigung der grösste Anlass der Geschichte statt. Profitiert Herisau nachhaltig davon?

Das diesjährige Volkstanzfest wurde zum ersten Mal zusammen mit der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Trachtenvereinigung (STV) durchgeführt. Trachtentanzgruppen aus der ganzen Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich, Ungarn und dem Fürstentum Lichtenstein fanden den Weg ins Appenzellerland, wo sie ihre Tänze aufführten.

Das Appenzell näher bringen
„Dieser Anlass hat einen Einfluss auf die gesamte Region“, ist sich Rolf Lenz, Präsident des Organisationskomitees, sicher. „Es wurden Traditionen und Bräuche gezeigt, die den Besuchern das Appenzellerland näher brachten.“

Paul Signer, Gemeindepräsident von Herisau, spricht ebenfalls von einem Imagegewinn. „Das war ein einmaliges Fest, das nicht mehr so schnell stattfinden wird.“ An der nachhaltigen Wirkung zweifelt er nicht: „Viele Besucher werden sich überlegen, irgendwann noch einmal bei Sonnenschein ins Appenzellerland zurückzukehren.“

Optimale Nutzung der Räume
Durch die Zusammenlegung der Delegiertenversammlung mit dem Volkstanzfest konnten Synergien genutzt werden. „Die Delegiertenversammlung wird immer in ein Rahmenprogramm eingebettet“, so der OK-Präsident. „Mit einer Ausschreibung konnten so beide Veranstaltungen abgedeckt werden“, meint er. Die grosse Menge an Besuchern überraschte ihn positiv.

Paul Signer bemerkt, dass die Räume durch die Verknüpfung der Anlässe optimal genutzt werden konnten: „Im grossen Festzelt wurde während des Tages die Delegiertenversammlung abgehalten, während es am Abend der Unterhaltung diente.“

Trachten werden gelebt
In der touristischen Vermarktung des Appenzellerlandes haben Trachten, laut Gemeindepräsident, einen hohen Stellenwert. „Sie spielen eine zentrale Rolle im Alltag der Bevölkerung, werden gelebt und nicht nur für einen Tag künstlich beatmet“, gibt er zu verstehen. Viele ältere Damen und Herren sowie Kinder haben sich denn auch in diesen Gewändern gezeigt. „Jugendliche waren jedoch kaum zugegen“, sagt Signer und ergänzt, dass die Gastgruppen aus dem Ausland sich kaum von den einheimischen Volkstänzern unterschieden haben.

Finanziell abgesichert
Für eine Bilanzierung der Finanzen sei es noch zu früh, meint Signer, für allfällige Verluste – bei Ausgaben von bis zu einer halben Million Franken wohl durchaus zu erwägen – sei man gut abgesichert, sodass sich das finanzielle Risiko in Grenzen halte.


Der Verein „Ostschweizer Tanzfest und Delegiertenversammlung“ wurde speziell für das erste und einzige Volkstanzfest im Appenzellerland gegründet und wird laut OK-Präsident Rolf Lenz mit dem Abzug der Tänzerinnen und Tänzer zurück in ihre Heimatkantone oder das angrenzende Ausland wieder aufgelöst. Das Ziel sei, so Rolf Lenz, alle vier Jahre ein Volkstanzfest in der Schweiz zu veranstalten.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 16.06.2008 - 16:55:00